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Letzte Aktualisierung: 30.11.2021

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Jazz-Residenz Nils Landgren am 23. November in der Alten Oper

von Ilse Romahn

(11.11.2021) Film und improvisierte Musik – eine bewährte Verbindung, die bereits auf die Anfänge der bewegten Bilder zurückgeht, als der Stummfilm durch die improvisierte Begleitung am Klavier oder an der Orgel seine klangliche Untermalung erhielt. Diese Tradition greift der Jazzposaunist Nils Landgren, Residenzkünstler der Alten Oper auf, wenn er am 23. November von 20.00 Uhr an im Mozart Saal mit vier Musikerkollegen einen Stummfilmklassiker musikalisch kommentiert.

Nils Landgren
Foto: Alte Oper Frankfurt, Wonge Bergmann
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Zu sehen ist „Seven Chances“, eine absurde Komödie von und mit Buster Keaton aus dem Jahr 1925, in der ein heiratswilliger zukünftiger Millionär die Geister, die er rief – in Gestalt von 1.000 potenziellen Bräuten – nicht mehr loswird. Zu den Bildern auf der Leinwand entwirft das Quintett mit Nils Landgren (Posaune), Dan Berglund (Bass), Sebastian Studnitzky (Trompete, Keyboards), David Helbock (Klavier) und Silvan Strauss (Percussion) ein spontanes Klanggewand, indem sie einzeln oder als Kollektiv musikalisch auf die Szenen antworten. „Wir als improvisierende Musiker sind dafür ja gut geeignet“, erläutert Nils Landgren. „Wir können sofort reagieren und etwas im Moment erfinden. Deshalb haben wir einen sehr schnellen, unmittelbaren Zugang zu dem, was wir sehen. Alle tragen mit, jeder kann selbst die Initiative ergreifen, das muss gar nicht von mir kommen. Manchmal greifen die anderen es auf, manchmal ergibt sich keine Chance, dann ist der Moment schon vorbei. Wir lassen uns überraschen!“

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper

€ 24,- / 29,- / 34,- / 39,- (Endpreise)  Tickethotline: (069)1340 400 ▪ www.alteoper.de

Aktuelle Informationen über pandemiebedingte Besonderheiten des Konzertbetriebs finden sich auf der Homepage der Alten Oper: www.alteoper.de/corona.

Jazz-Residenz Nils Landgren
Insgesamt sechs Termine gestaltet Nils Landgren in der Spielzeit 2021/22 als Residenzkünstler der Alten Oper Frankfurt. Der Posaunist, Sänger und Komponist, der bereits 2013 mit einem Grammy für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde und als einer der prägendsten europäischen Jazzmusiker der vergangenen Jahrzehnte gilt, zeigt mit dieser Residenz Facetten seines erfolgreichen Schaffens und gibt einen Einblick in Themen, die ihn gerade beschäftigen. Es folgen noch im Verlauf der Spielzeit ein Abend mit seiner langjährigen Band „Funk Unit“, aber auch ein Schulprojekt, schließlich liegt dem Musiker die Zusammenarbeit mit jungen Menschen sehr am Herzen. Mit einem gemeinsam mit der hr- Bigband gestalteten Leonard-Bernstein-Abend ehrt Landgren einen Musiker, den er besonders schätzt. Denn wie Bernstein sieht auch Landgren sich keinen strengen Genre- Unterscheidungen verpflichtet und richtet sich in seinem Schaffen bewusst an ein breites Publikum. „Ich möchte am liebsten, dass es nicht so viele Grenzen gibt. Ich bin ja klassisch ausgebildet. Damals gab es keinen Jazzunterricht und das habe ich dann selber gelernt. Leonard Bernstein selber ist ja ein gutes Beispiel: Er war ja auch ein guter Jazzmusiker. Und er war sehr am Jazz interessiert. Und er hat dann ja auch die Sprache des Jazz verwendet in seiner Musik. In dem Sinne, glaube ich, laufen wir total frei über die Grenzen.“

Jazz-Residenz Nils Landgren – die weiteren Termine
Donnerstag, 27. Januar 2022 ▪ 20.00 Uhr ▪ Großer Saal
West Side Story mit der hr-Bigband, Jörg Achim Keller Leitung

Dienstag, 22. März 2022 ▪ 17.00 Uhr ▪ Mozart Saal
Nils@school mit Schüler-Jazzensembles aus Frankfurt
Donnerstag, 24. März 2022 ▪ 20.00 Uhr ▪ Großer Saal