Archiv-Kultur

Japan zu Gast am Main

Frankfurt wird zum Hotspot der japanischen (Film-)Kultur

Vom 27. Mai bis zum 1. Juni feiert die weltweit größte Plattform für japanischen Film in Frankfurt sein 25-jähriges Jubiläum und bietet sechs Tage lang die Gelegenheit, in die Film- und Kulturszene Japans einzutauchen. Dabei werden rund 100 Kurz- und Langfilme an zehn Veranstaltungsorten zu sehen sein, darunter 67 Premieren aktueller japanischer Filme.

2025-05-18_Japan_zu_Gas_1_(c)_Nippon_Connection_e_V_
Japan zu Gast am Main
Foto: Nippon Connection e.V.

‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 

Etwa 70 kulturelle Rahmenveranstaltungen sowie ein frei zugänglicher japanischer Markt mit vielen Essens- und Kunsthandwerksständen runden das Programm ab. Unter NipponConnection.com gibt es ausführliche Informationen und Tickets zu allen Filmen und Veranstaltungen.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums präsentiert Nippon Connection einen Talk zur Geschichte des Festivals sowie eine Ausstellung des Künstlers Robert J. Klings mit Aquarell-Skizzen, die an viele pinkfarbene Momente bei Nippon Connection erinnern. Zudem hält der Filmkritiker und Buchautor Dr. Jasper Sharp einen Vortrag über die wichtigsten Werke des japanischen Kinos der letzten 25 Jahre. Die Retrospektive Turning Point – Japanese Cinema Of The 90s widmet sich einem wichtigen Jahrzehnt der japanischen Filmgeschichte, das zur Gründung von Nippon Connection inspiriert hat. Im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum werden unter anderem Takashi Miikes apokalyptischer Action-Thriller Dead Or Alive, Hideaki Annos Spielfilmdebüt LOVE & POP sowie Hirokazu Koreedas poetisches Drama Maborosi gezeigt.

Ehrengast des 25. Nippon Connection Filmfestivals ist der Art Director und Background Artist Kosuke Hayashi, der mit dem Nippon Rising Star Award ausgezeichnet wird (gesponsert von KYOCERA Document Solutions). In einem ausführlichen Gespräch mit dem Galeristen Stefan Riekeles wird der Künstler einen Einblick in seine kreative Arbeit geben. 

Hautnah erleben lässt sich die japanische Kultur beim abwechslungsreichen Rahmenprogramm des Festivals. Konzerte des international erfolgreichen Musikerinnen-Duos CHARAN-PO-RANTAN, der Girl-Rockband ЯeaL, des Jazz-Ensembles KOKO Trio, des renommierten Pianisten Takuma Ishii und der Sängerin NILO bieten eine große Bandbreite von Klassischer Musik bis J-Pop und Rock.

Die Veranstaltungen und Filmvorführungen finden sowohl in den beiden Festivalzentren Künstler*innenhaus Mousonturm und Produktionshaus NAXOS statt als auch in den acht weiteren Spielstätten Cinéma Arthouse Kino, Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Mal Seh’n Kino, Pupille – Kino in der Uni, Internationales Theater Frankfurt, Saalbau Bornheim, NaxosAtelier und NAXOS Galerie.

Das komplette Programm und Tickets sind auf der Festivalwebsite NipponConnection.com verfügbar.

Berührende Dokumentarfilme
In der Sektion Nippon Docs sind wieder viele starke Dokumentarfilme vertreten. Im NAXOS Kino wird das Festival am 27. Mai mit dem Film New Nemuro Pro Wrestling Story von Hiroshi Minato eröffnet. Mit Charme und Empathie erzählt der Filmemacher eine wunderbare Außenseitergeschichte, die garantiert selbst jene berührt, die bislang keinen Bezug zum Wrestling-Sport hatten. Regisseur Ryo Takebayashi wird bei Nippon Connection seinen Dokumentarfilm A Big Home über ein japanisches Kinderheim als Deutschlandpremiere persönlich vorstellen. In ihrem tief berührenden Film Being Kazue porträtiert Hiroko Kumagai das Leben der an Lepra erkrankten, aber niemals an Willensstärke verlierenden Kazue Miyazaki. Die Regisseurin wird bei der Internationalen Premiere anwesend sein.

80 Jahre Kriegsende
Anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs beschäftigt sich eine Podiumsdiskussion, die vom Medienpartner hr INFO präsentiert wird, mit der künstlerischen Verarbeitung des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Zudem zeigt das Festival Shinya Tsukamotos Antikriegsdrama Shadow Of Fire sowie den Filmklassiker The Rickshaw Man von Hiroshi Inagaki aus dem Jahr 1943, begleitet vom Dokumentarfilm Wheels Of Fate: The Story Of The Rickshaw Man von Ema Ryan Yamazaki, der Inagakis Werk historisch einordnet.

Ausstellungen
Ausstellung – 25 Jahre Nippon Connection Design / Pink Moments – Nippon Connection in Aquarell-Skizzen. Eine Ausstellung von Robert J. KLINGS / Live Painting mit Kozue KODAMA

Veranstaltungsorte
Festivalzentren: Künstler*innenhaus Mousonturm und Produktionshaus NAXOS 
Weitere Veranstaltungsorte in Frankfurt am Main: Cinéma Arthouse Kino, Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Mal Seh’n Kino, Pupille Kino, Internationales Theater Frankfurt, Saalbau Bornheim, NaxosAtelier 

Das Japanische Filmfestival Nippon Connection wird vom rund 100-köpfigen, größtenteils ehrenamtlichen Team des gemeinnützigen Vereins Nippon Connection e.V. organisiert. Es steht unter der Schirmherrschaft des Hessischen Staatsministers für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, des Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt am Main, Mike Josef, und des Generalkonsulats von Japan in Frankfurt am Main. Seit der Gründung im Jahr 2000 hat sich das Festival zur größten Plattform für japanischen Film weltweit und zum publikumsstärksten Filmfestival in Hessen entwickelt, mit rund 19.000 Besucher*innen im Jahr 2024. Auf der Online-Plattform betterplace.org läuft eine Kampagne zur Unterstützung des Festivals. 

Weitere Informationen zur Geschichte des Festivals finden Sie auf NipponConnection.com/de/history.

NipponConnection.com