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Letzte Aktualisierung: 09.12.2022

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Jahresempfang des Ortsbeirats 6

Ortsvorsteherin Serke fordert vom Magistrat verbesserte Zusammenarbeit

von Ilse Romahn

(26.09.2022) Statt des traditionellen Neujahrsempfangs Anfang des Jahres fand coranabedingt der alljährliche Jahresempfang des Ortsbeirats 6 nun im Herbst statt. Eingeladen hatte Ortsvorsteherin Susanne Serke, die die zahlreichen Gäste in der Aula der ISG West willkommen hieß. Der Bolongaropalast, seit Jahrzehnten Veranstaltungsort des Jahresempfangs des Stadteilgremiums, ist inzwischen zur Dauerbaustelle geworden und immer wieder ein vieldiskutiertes Thema.

„Alles bleibt anders“, beschrieb Susanne Serke das Motto des Empfangs und blickte nicht nur auf die Arbeit des Stadtteilgremiums zurück, sondern informierte, dass der Ortsbeirat in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert, also ein Goldenes Jubiläum!

„Ortsbeiräte sind die Basis der Demokratie“, führte die Ortsvorsteherin weiter aus. „Wir sind Vermittler zwischen Politik und Verwaltung im Römer auf der einen und den Bürgern auf der anderen Seite.“ Sie beklagte jedoch, dass Ortsbeiratsanregungen und -anfragen zunehmend unzureichend oder auch gar nicht beantwortet werden und forderte, dass sich diese Geringschätzung ändern müsse, weil Anträge und Anfragen Menschen mit Problemen betreffen, die auf Antwort warten. Nur so könnten gemeinsam Lösungen gefunden werden. Dass für manche Forderung noch immer keine Lösung in Sicht sei wie zum Beispiel das Bildungscampus Unterliederbach und die künftige Nutzung des Georgshofs sowie das Verkehrskonzept für die Höchster Altstadt bedauere sie.

Mit Freude berichtete Susanne Serke von den sog. Corana-Hilfen für Vereine und Institutionen, eine Idee, die im Ortsbeirat 6 geboren und inzwischen von der ganzen Stadt übernommen wurde.

Abschließend dankte die Susanne Serke allen Bürgern in den westlichen Stadtteilen für das Vertrauen in den für sie zuständigen Ortsbeirat 6. „Lassen Sie uns die Augen offenhalten und nicht müde werden, auf Missstände hinzuweisen und auf Lösungen zu dringen, denn gemeinsam sind wir stark.“

Grußworte sprachen Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner und Stadtrat Stephan Siegler.

Die bekannte Mundartkünstlerin Katherina Schaaf erfreute das Publikum mit ihrer Darbietung als Frankfurter „Äbbl-Ännche“. Musikalisch eingerahmt wurde der Jahresempfang vom Ensemble der Musikschule Clavina.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends bestand für die Gäste noch die willkommene Gelegenheit zum Gedankenaustausch.