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Letzte Aktualisierung: 22.11.2019

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Jüdisches Leben und jüdische Geschichte kennenlernen

Bürgermeister Becker lädt wieder zu Rundgängen ein

von Ilse Romahn

(05.11.2019) Aufgrund der großen Nachfrage werden drei weitere Rundgänge zum jüdischen Leben in Frankfurt von Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker veranlasst, bei der eine Vielzahl an Orten, welche die Verbindung der Stadt mit dem Judentum deutlich machen, besucht werden.

„Unser Frankfurt gilt als die jüdischste Stadt Deutschlands. Sie hat eine lange jüdische Tradition und wird seit Jahrhunderten von jüdischer Kultur geprägt. Daher ist es für mich eine besondere Freude, dass die Rundgänge zum jüdischen Leben in Frankfurt stark nachgefragt worden sind“, sagt Becker. „Jüdisches Leben ist, war und wird immer ein wichtiger Teil unserer Stadt sein. Unser weltoffenes und friedliches Miteinander zu stärken, ist mir eine Herzensangelegenheit.“

Die drei Rundgänge finden mit ausgebildeten und zertifizierten Gästeführern kostenfrei statt. Die Touren starten jeweils auf dem Römerberg an der Tourist Information Römer, wo unter anderem die Bücherverbrennung und der jüdische Oberbürgermeister Ludwig Landmann thematisiert werden, führen am Dom vorbei, wo sich im 12. Jahrhundert das erste jüdische Viertel befand, zur Alten Brücke und weiter zum Jüdischen Friedhof am Museum Judengasse. Dort wird auf Anne Frank und die Familie Rothschild ebenso eingegangen, wie auf das jüdische Frankfurt der Gegenwart.

„In Frankfurt am Main ist kein Platz für Hass, Rassismus und Antisemitismus“, betont Becker. „Wir alle sind gefragt. Wir alle müssen uns für ein gesellschaftliches Miteinander engagieren. Unsere gemeinsame Verpflichtung ist heute, für die Werte der Freiheit, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit einzutreten und gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung aufzustehen.“

Die Rundgänge, die vor dem Hintergrund des Anschlages in Halle entstanden, ergänzen diese Initiative. Bereits Anfang dieses Jahres hat Becker die Initiative „Für jüdisches Leben in Frankfurt und gegen Antisemitismus“ ins Leben gerufen. Hierzu wurden mehrfach Plakate im gesamten Stadtgebiet aufgehängt. Das Plakat verdeutlicht, dass jüdisches Leben nach Frankfurt gehört, hier eine lange und große Tradition besitzt und jede Art der Judenfeindlichkeit nicht geduldet werden darf.

Die Termine für die Rundgänge sind am Mittwoch, 6. November, um 16 Uhr, am Samstag, 9. November, um 16.30 Uhr und am Sonntag, 10. November, um 16 Uhr. Da die Teilnehmerzahl auf 25 Personen begrenzt ist, müssen die Rundgänge im Voraus gebucht werden. Diese sind unter http://www.frankfurt-tourismus.de buchbar. (ffm)