Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 05.05.2021

Werbung
Werbung

Jährlich wiederkehrende Plage: Heuschnupfen

Ratschläge für Pollenallergiker

von Adolf Albus

(21.04.2021) Hatschi! – Für rund 22 Prozent aller Deutschen ist laut einer YouGov-Umfrage aus dem Jahr 2017 das Frühjahr mit Niesattacken, laufender Nase sowie tränenden und juckenden Augen verbunden. Sie leiden unter einer als Heuschnupfen bekannten Pollenallergie.

Anders als es der Name vermuten lässt, reagieren Heuschnupfenallergiker nicht auf Heu, sondern auf die Eiweißbestandteile von Pflanzenpollen. Seit dem vergangenen Jahr machen sich Pollenallergiker zusätzliche Sorgen: Erhöht die Allergie die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken?
 
Kein erhöhtes COVID-19-Risiko
„Personen mit einem Heuschnupfen sind nicht immun-geschwächt. Die körpereigene Abwehr gegen Bakterien und Viren ist bei ihnen normal. Sie sollten deshalb die Behandlung ihres Heuschnupfens in gewohnter Weise fortsetzen“, erklärt Philipp Köster, Krankenversicherungsexperte und Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen Frankfurt am Main. Vermutlich werden Pollenallergiker in dieser Saison sogar weniger mit den typischen Symptomen zu kämpfen haben – das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes verhindert auch das Einatmen in der Luft umherfliegender Pollen. Äußert sich die Allergie durch ein Gefühl der Atemnot, kann eine solche Maske jedoch als unangenehm empfunden werden. Das entbindet den Allergiker allerdings nicht von der generellen Maskenpflicht zum Beispiel beim Lebensmitteleinkauf.
 
Ersatzmasken mitnehmen
Schon wenige heftige Nieser können eine Mund-Nasen-Maske durchfeuchten und damit unbrauchbar machen. Der feuchte Stoff kann dann keine weiteren Tröpfchen mehr aufhalten, weshalb die Maske gewechselt werden muss. Allergiker sollten daher vorsichtshalber immer Ersatz mit sich führen“, sagt Köster. Um den Maskenverschleiß im Rahmen zu halten, ist der Einsatz von antiallergischen Nasensprays überlegenswert. Die Anwendung dieser oder anderer Medikamente sollten die Betroffenen mit ihrem behandelnden Arzt abklären.
 
Die eigenen vier Wände schützen
Während draußen der Mund-Nasen-Schutz für Linderung sorgt, lassen sich auch die Wohn- und-Schlafräume zu Hause vor umherfliegenden Pollen schützen. Sie sollten frühmorgens gelüftet werden, wenn die Pollenkonzentration in der Luft am geringsten ist. Für einen ungestörten Schlaf ist es hilfreich, getragene Kleidung in einem anderen Raum abzulegen und die Haare vor dem zu Bett gehen zu waschen. Auch sollte frischgewaschene Bettwäsche nicht im Freien getrocknet werden. Spezielle Pollenschutzgitter vor dem Schlafzimmerfenster halten außer den Pflanzenpollen auch lästige Insekten fern. Wer diese Ratschläge beherzigt, muss sich mit dem jährlich wiederkehrenden Heuschnupfen deutlich weniger plagen.