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Letzte Aktualisierung: 05.05.2021

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Island: Von Offroad-Abenteuern und surrealen Kulissen

Autorundreise abseits der üblichen Touristenpfade

von Ilse Romahn

(21.04.2021) Der Golden Circle, die Gletscherlagune Jökulsarlon und die quirlige Metropole Reykjavik – Islands „Must-sees“ lassen sich endlos weiter auflisten. Doch abseits der üblichen Touristenpfade, wo die Ruhe und Stille des Landes deutlich werden, liegen noch viele weitere Naturschauspiele.

Hochlandpiste Sprengisadur
Foto: Wolters Rundreisen
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Nahezu außerirdisch erscheint die Hochlandpiste Sprengisandur, die das 40.000 Quadratkilometer große Hochland durchquert. Wer hier fährt, trifft garantiert auf atemberaubende Panoramen, Stille, Einsamkeit und vor allem eins – absoluten Fahrspaß! Sprengisandur führt auf 200 Kilometern durch Islands größte Steinwüste, durch niedrige Flussfurten entlang der Gletscher Hofsjökull und Vatnajökull und belohnt die Besucher mit heißen Quellen und hautnahen Naturerlebnissen. Direkt neben der Hochlandpiste liegt im Nordosten die Myvatn-Region, die innerhalb von rund einer Stunde Fahrtzeit gleich mehrere Highlights einer beeindruckenden Vulkanlandschaft vereint: Das Lavalabyrinth von Dimmuborgir, die Pseudokrater Skutustadir, die bei einer Explosion von flüssigem Magma auf dem wasserreichen Boden entstanden sind sowie die Schwefelquellen von Namaskard. Letztere wirken wie nicht von dieser Welt, denn der Schwefel färbt Teile der kargen Region gelb und lässt eine unwirkliche Landschaft entstehen. Nur 15 Minuten von Namaskard entfernt wartet mit dem Krater Krafla ein weiterer Höhepunkt. Über rund 100 Kilometer erstreckt sich das Vulkangebiet mit Lavafeldern im Norden Islands, in dem der Krafla mit 818 Metern Höhe das Zentrum bildet. Bei einem rund 30-minütigen Rundweg um den Krater herum belohnt der türkisfarbene See Wanderer mit einem außergewöhnlichen Panorama. Vom Krafla aus empfiehlt sich ein Besuch des Wasser-falls Dettifoss. Mit 500 Kubikmetern Wasser, die pro Sekunde 45 Meter in die Tiefe stürzen, ist er Europas Wasserfall mit dem größten Volumen.

Eine Entdeckung für sich sind die Westfjorde. Zahlreiche Fjorde mit Wasserfällen, grüne Täler und karge Hochebenen zeigen eine Landschaft im Urzustand, die es sonst nirgends in Europa mehr gibt. Hier befindet sich der Látrabjarg, eine der höchsten Vogelklippen der Welt. Die 450 Meter senkrecht aus dem Meer steigenden Felsenklippen bieten Millionen von Seevögeln hervorragende Nistplätze. An keinem anderen Ort lassen sie sich in so großer Zahl beobachten und manche Arten, wie die Papageientaucher, haben hier ihre weltweit größten Bestände.

Wer diese außergewöhnlichen Naturkulissen kennenlernen möchte, kann dies auf der zwölftägigen Autoreise „Abenteuer Hochland & Westfjorde“. Mit vier Übernachtungen in den Westfjorden haben Reisende zudem ausgiebig Zeit für eine der schönsten Regionen Islands.

www.wolters-rundreisen.de