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Letzte Aktualisierung: 04.06.2020

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Internationaler Museumstag in Frankfurt

von Ilse Romahn

(12.05.2020) Am 17. Mai findet der 43. Internationale Museumstag unter dem Motto ‚Das Museum für alle – Museen für Vielfalt und Inklusion‘ statt.

Zahlreiche Frankfurter Museen feiern am Sonntag, 17. Mai, den 43. Internationalen Museumstag.

Auch wenn viele Frankfurter Museen seit dieser Woche wieder geöffnet haben, gibt es aufgrund der Coronavirus-Pandemie derzeit noch keine Führungen und Workshops. Der Aktionstag wird daher in diesem Jahr mit einem reichen digitalen Angebot begangen.

„Am Internationalen Museumstag können Sie diesmal online die Vielfalt der Vermittlungsangebote der Frankfurter Museumslandschaft entdecken, dadurch kann der analoge Museumsbesuch, der nun erfreulicherweise wieder möglich ist, hervorragend ergänzt werden. Lassen Sie sich von der Kreativität der Museen begeistern!“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Das Archäologische Museum stellt beispielsweise Videos mit Hintergrundinformationen zu den Ausstellungen „Zwei Häuser eines Herrn – Kirchen und Synagogen um die Jahrtausendwende in der Slowakei“ und „Von Kirche zu Kirche” sowie Anleitungen für zu Hause auf ihrer Homepage bereit. Außerdem können Do-it-yourself-Pakete an der Museumskasse erworben werden, mit denen man die im Museum geplante Mitmachaktion mit nach Hause nehmen kann.

Eine digitale Führung des Museums Judengasse durch die historischen Ausgrabungen wird auf http://www.juedischesmuseum.de angeboten. Vor Ort gibt es zwischen 14 und 16 Uhr Impulsführungen im Museum Judengasse in den Fundamenten der Frankfurter Judengasse und ab 16 Uhr kann man an einen Streifzug durch das „Haus der Ewigkeit“, den alten Jüdischen Friedhof an der Battonnstraße unternehmen.

Im Historischen Museum werden die Publikumsbetreuer einen besonderen Fokus auf die digitalen inklusiven Angebote legen und diese den Besuchern vorstellen. Die Highlight-Tour aus dem Multimediaguide des Historischen Museums steht in Leichter Sprache und in Deutscher Gebärdensprache zur Verfügung. Alle Objekte, zu denen es einen Beitrag im Mediaguide gibt, können über NFC oder durch Einlesen des abgebildeten QR-Codes direkt angewählt werden. Darüber hinaus bietet das Museum auch die Tour „Museum inklusiv“ an. Diese ist in Kooperation mit den Praunheimer Werkstätten und elf Beschäftigten mit geistiger Beeinträchtigung entstanden. Die dabei produzierten Video-Clips spiegeln die Idee des inklusiven Museums wider: diverse Perspektiven von Frankfurtern in das Historische Museum zu holen. Es geht aber auch darum, Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit eine Stimme zu verleihen. Das Tour-Angebot steht online unter http://mmg.historisches-museum-frankfurt.de zur Verfügung.

„Die in der UN-Behindertenrechtskonvention geforderte gleichberechtigte Teilhabe an kulturellen Ereignissen von 2009 hat in einigen Museen und anderen Kultureinrichtungen zum Ausbau der Zugänglichkeit zu Kunst und Kultur geführt. Von ausreichenden Sitzgelegenheiten, einem klaren Leitsystem, gut lesbaren und verständlichen Texten, von Angeboten, die alle Sinne ansprechen oder einer barrierefrei aufbereiteten Website mit digitalen Angeboten profitieren nicht nur Menschen mit speziellen Bedürfnissen – sondern alle Museumsbesucherinnen und -besucher. Inklusion ist wichtig und muss weiter umgesetzt werden“, sagt Hartwig.

Auf den Social-Media-Kanälen sind die digitalen Angebote unter Hashtags wie #MuseenEntdecken, #culturedoesntstop, #CalmDownArt, #DigitalMuseum, #DigAMus, #digkv, #MuseumFromHome, #MuseumMomentofZen, #ClosedButOpen und #MuseumsAndChill gebündelt.

Der Internationale Museumstag feiert jährlich unter wechselndem Motto weltweit die thematische Vielfalt der Museen. Das Motto wird vom International Council of Museum festgelegt und greift unterschiedliche Aspekte der Museumsarbeit auf.

Alle wichtigen Informationen zum Tag selbst und zu weiteren Angeboten der Frankfurter Museen finden Interessierte unter http://www.museumstag.de im Internet. (ffm)