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Letzte Aktualisierung: 30.11.2021

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Internate für Schüler: Deshalb sind sie so beliebt

von Bernd Bauschmann

(19.11.2021) Sie sind Schauplätze in Filmen, Serien und Büchern – sie sind aber auch sagenumwogen und für viele ein Mysterium: Internate. Schüler leben und lernen hier für mehrere Monate im Jahr und sind dabei lange Zeit unter sich, weit weg von ihrem Zuhause, aber eben auch an einem idealen Ort, um zu lernen und zu wachsen.

Symbolfoto
Foto: Pixabay / Whizartmedia
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Viele Internate erhalten noch den Zusatz „Elite“. Das bedeutet, es handelt sich nicht nur um eine Schule, es geht darum, eine absolute Top-Ausbildung anzubieten, die auch ihren Preis hat. Für wen Internate eine Option sind (und für wen nicht), soll im Folgenden einmal aufgezeigt werden.

Internate in Deutschland und Europa
Bevor es darum geht, was Internate wirklich ausmacht, muss erst einmal darüber gesprochen werden, wo sie denn zu finden sind. In Deutschland gibt es etliche Internate, wie zum Beispiel die Schule Schloss Salem oder das Internat Solling. Auch hier wird eine Top-Ausbildung angeboten.

Doch wenn es um Elite-Internate geht, dann muss auch ehrlich gesagt werden: Deutschland ist nicht die erste Adresse für Eltern und ihre Kinder. Stattdessen bestechen vor allem Internate aus der Schweiz, Frankreich und allen voran Großbritannien.

Englische Eliteinternate gehören zu den besten der Welt. Die hohen Studiengebühren fließen direkt zurück in die Ausbildung. Schon ein durchschnittlicher Abschluss von einem dieser Internate ist einiges wert – die meisten erhalten aber Top-Noten.

Eine Auswahl englischer Internate:

  • Winchester College
  • Eton College
  • Harrow School
  • Cobham Hall School
  • Bedford School

Neben Großbritannien überzeugen aber auch Internate wie Le Rosey (Schweiz), Lycée Louis-le-Grand (Frankreich) und die St. Gilgen International School (Österreich). Im Wesentlichen gibt es europaweit Internate zu finden, in England häufen sie sich allerdings.

Das Leben in einem Internat
Für Kinder und Jugendliche kann das Leben in einem Internat unglaublich viele Vorteile mit sich bringen. Das beginnt schon damit, dass die hohen Studiengebühren direkt zurück in die Ausbildung fließen. Neueste Technik, die besten Lehrer und ausgiebige Freizeitangebote optimieren den Alltag der Schüler.

Damit ist niemals nur der Unterricht gemeint. Sprachennachhilfe, Sportangebote und Hobbys sind Teil der Lernkonzeptes von Internaten. Nachdem der Unterricht vorbei ist, müssen die Schüler also nicht Däumchen drehen.

Ein Grund dafür, dass ehemalige Internatsschüler häufig von ihrer Schulzeit schwärmen, ist aber auch, dass sich an Internaten oftmals ein enger Zusammenhalt entwickelt. Das ist auch logisch, sind die Kinder und Jugendlichen doch für Monate von ihren Familien getrennt. Somit bildet sich praktisch eine zweite kleine Familie innerhalb des Internats.

Kosten, Probleme, Optionen
Es ist nicht immer als Gold, was glänzt. Das ist bei Internaten nicht anders. Denn nicht jeder Schüler ist für das Leben am Internat gemacht. Gerade wenn es darum geht, dass Kinder an eine Schule gehen sollen, die weit entfernt von der Heimat liegt, kann es sein, dass das Heimweh ein großes Problem darstellt.

Doch viel häufiger scheitert die Aufnahme an einem Internat an den Noten oder an den Kosten. Denn Internate haben meist strenge Zugangsbeschränkungen. So werden die Klassen kleingehalten und ideale Lernbedingungen garantiert. Aber das heißt auch: Nicht jeder kann ein Internat besuchen, denn Schulgebühren können für den Durchschnittsverdiener unerschwinglich sein.

Kleinere Internate verlangen meist einen monatlichen Betrag im mittleren dreistelligen Bereich. Je mehr Prestige die Schule hat, umso mehr steigen aber auch die Kosten. Für die berühmtesten Internate Englands sind die monatlichen Gebühren eher vierstellig zu erwarten – viele Schulen behalten diese Informationen aber nah bei sich und somit gibt es wenige direkte Vergleichsmöglichkeiten.

Möglicherweise besteht aber die Chance, ein Stipendium zu ergattern. Wenn ein Internatsaufenthalt eine Option für das eigene Kind ist, sollte daher rechtzeitig geplant werden. Gute Noten und außerschulische Aktivitäten können eine starke Bewerbung ergeben, bei der Schulgebühren teilweise erlassen werden.