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Letzte Aktualisierung: 27.05.2022

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Interkommunale Zusammenarbeit

von Ilse Romahn

(17.01.2022) Die neuesten Ergebnisse der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) im Kreis Groß-Gerau dokumentiert der 8. IKZ-Jahresbericht, der dieser Tage an die Rathäuser aller kreisangehörigen Städte und Gemeinden und an den Kreis Groß-Gerau ausgeliefert worden ist. Der Bericht dient zur Information der kommunalen Gremien und der Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der kreisweiten IKZ-Entwicklung.

Bereits seit 2013 arbeiten die 15 Kreiskommunen – 14 Städte und Gemeinden des Kreises Groß-Gerau und der Kreis Groß-Gerau - in einem zentral gesteuerten und langfristig angelegten Prozess zusammen, um ihre gemeinsame Aufgabenerfüllung systematisch auszubauen. Auf zahlreichen kommunalen Aufgabenfeldern haben sie seitdem Projekte gestartet und durchgeführt, in deren Folge konkrete interkommunale Kooperationen realisiert worden sind.

Das gemeinschaftliche Vorgehen hat die Leistungskraft der Kommunen gestärkt und erhebliche Einsparungen für ihre Haushalte ermöglicht. Der flächendeckende Umfang und die Systematik des IKZ-Prozesses sowie ihre vielfältigen Ergebnisse gelten landesweit als vorbildlich. Die gemeinsame Organisation des Beschaffungswesens im Kommunalen Vergabezentrum Groß-Gerau wurde 2019 vom Bund der Steuerzahler Hessen und vom Hessischen Städte- und Gemeindebund mit dem „Spar-Euro“ ausgezeichnet. Im Jahr 2020 war der kreisweite IKZ-Prozess, seine Steuerung und Arbeitsmethodik sowie die daraus resultierenden Ergebnisse Gegenstand eines europaweiten verwaltungswissenschaftlichen Forschungsprojekts. In diesem Projekt, an dem 12 führende Universitäten aus 10 europäischen Staaten beteiligt waren, wurde das IKZ-Modell des Kreises Groß-Gerau im Rahmen eines Arbeitspakets als einziges Beispiel Deutschlands ausgewählt.

In dem jetzt neu vorgelegten 8. IKZ-Jahresbericht werden neben den seitherigen Projektergebnissen insbesondere die aktuell in Bearbeitung befindlichen interkommunalen Projekte der 15 Kreiskommunen vorgestellt. Diese betreffen die Aufgabenfelder Überwachung von Geldspielgeräten, Kontrolle des Gaststättenrechts (15 beteiligte Kreiskommunen);Modulare Kita-Bauweise (11 beteiligte Kreiskommunen);Einführung der e-Akte / eines Dokumentenmanagementsystems (13 beteiligte Kreiskommunen); Aufbau eines Fördermittelmanagements (15 beteiligte Kreiskommunen);Beschaffung von Feuerwehrbedarf, Organisation der Instandhaltung (14 beteiligte Kreiskommunen).
Weitere Informationen zu Zielen und Inhalt der einzelnen Projekte sowie zum erreichten Arbeitsstand enthält der Bericht.

Im Berichtszeitraum von November 2020 bis Oktober 2021 war weiterhin ein hohes Interesse von Kreisen und Kommunen aus dem Bundesgebiet, von öffentlichen und privaten Institutionen sowie von Presse und Öffentlichkeit an den IKZ-Aktivitäten im Kreis Groß-Gerau zu verzeichnen.

„Immer wieder erfolgen Anfragen aus anderen Landkreisen, Städten und Gemeinden, die sich für die Organisationsstruktur der IKZ im Kreis Groß-Gerau interessieren, an dieser teilhaben und/oder an einzelnen IKZ-Projekten teilnehmen möchten. Diesen Wünschen kommen wir auch weiterhin sehr gerne im möglichen Umfang nach, um so auch überregional den Know-how-Austausch voranzubringen. Allen Anfragenden stellen wir auf Wunsch zudem vielfältige Unterlagen und Informationen aus unserem kreisweiten IKZ-Prozess gerne zur eigenen Verwendung zur Verfügung. Die nächsten Projekte sind bereits in Vorbereitung“, so Marion Götz, Leiterin der IKZ-Lenkungsgruppe, im Rathaus der Stadt Raunheim stellvertretend für die interkommunale Gemeinschaft abschließend.

Der 8. IKZ-Jahresbericht ist unter www.ikz.imkreisgg.de im Bereich „Informationen“ als Download abrufbar.

Weitere Informationen unter www.ikz.imkreisgg.de