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Letzte Aktualisierung: 18.11.2019

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Integrationsdezernentin Weber: Abschied nehmen können ist ein Gebot der Menschlichkeit

Seyed Sharam Iranbomy muss das Grab seines Sohnes besuchen dürfen

von Ilse Romahn

(28.10.2019) Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung, hat sich tief bewegt gezeigt von den Schilderungen Seyed Sharan Iranbomys in der vergangenen Sitzung der Kommunalen Ausländerinnen- und Ausländervertretung.

„Herrn Iranbomy und seiner Familie ist mit dem Tod des jungen Irman Iranbomy unermessliches Leid widerfahren“, sagte die Dezernentin. Doch dass ihm, einem verdienten Bürger der Stadt Frankfurt, anschließend die Einreise in die USA zur Teilnahme an der Trauerfeier versagt worden ist, sei eine kaum zu ertragene Ungerechtigkeit, unterstrich Weber.

Laut Iranbomy ist ihm ein Drei-Tages-Visum – ohne Nennung von Gründen – verweigert worden. Auf eine Erklärung, warum er nicht an der Trauerfeier habe teilnehmen dürfen, warte er bis heute vergeblich. „Diese Geschichte geht mir auch persönlich sehr nahe. Ich kenne Irman als beliebten und fleißigen Schulsprecher der Julius-Leber-Schule. Ich weiß, dass er in der Frankfurter Jugendfeuerwehr engagiert und Mitglied des Jugendparlaments im Deutschen Bundestag war“, fügte die Stadträtin hinzu.

Das widerfahrene Unrecht lasse sich im Nachhinein nicht mehr rückgängig machen, sagte die Dezernentin. Sie fügte hinzu: „Aber der Respekt und die Menschlichkeit gebieten es, dass Herr Iranbomy endlich das Grab seines verstorbenen Sohnes besuchen kann oder wenigstens eine Erklärung für die Verweigerung des Visums erhält. Herr Dr. Dr. Iranbomy hat meine volle Solidarität und Unterstützung und ich bin der festen Überzeugung, dass dies ebenso für die ganz große Mehrheit der Frankfurterinnen und Frankfurter und auch der US-amerikanischen Gesellschaft gilt.“ (ffm)