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Letzte Aktualisierung: 18.05.2022

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Initiative "Raum für Zukunft FrankfurtRhein-Main“ für die Immobilienwirtschaft

von Ilse Romahn

(02.05.2022) In der IHK Frankfurt am Main ist die Initiative "Raum für Zukunft FrankfurtRheinMain" der Öffentlichkeit präsentiert worden: Der Zusammenschluss von ehrenamtlich arbeitenden Experten der Immobilienbranche versteht sich als Vordenker und Antreiber der Immobilienwirtschaft und zugleich als Aufklärer, um der Politik und den Bürgern durch Sachkenntnis und Visionen zur Stadtentwicklung zur Seite zu stehen.

Dafür haben sich führende Vertreter der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, des Wirtschaftsrats Deutschland (Landesverband Hessen), des Zentralen Immobilien Ausschusses, von Haus & Grund Frankfurt am Main und des Urban Land Institute als Ideengeber zusammengefunden.

Klaus Beine als Sprecher der Initiative sagte: "Ein lebenswertes Frankfurt braucht eine leistungsfähige Immobilien- und Baupolitik, eine innovative und mutige Immobilienwirtschaft sowie eine enge, nachhaltige Vernetzung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft." Klaus Beine, Rechtsanwalt und Notar (ADVANT Beiten), ist Vorsitzender der Landesfachkommission Immobilien- und Baupolitik des Wirtschaftsrates Hessen. "Die Initiative 'Raum für Zukunft FrankfurtRheinMain' gibt der Immobilienwirtschaft in Frankfurt am Main und dem Rhein-Main-Gebiet eine Stimme. Wir wollen der Politik die Hand reichen, aufklären und Missverständnisse ausräumen. Immobilienpolitik ist existenziell und hat Einfluss auf unsren Lebensraum. Zu viele Regulierungen, die oft ideologisch geprägt sind, gefährden die soziale Immobilienwirtschaft und verhindert insbesondere den Neubau dringend benötigter Wohnungen. Wir wollen uns daher für die Zukunft unseres Lebensraums einsetzen", so Beine.

Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main und Gastgeber des Eröffnungsabends, kommentierte: „Wir haben die Initiative ‚Raum für Zukunft FrankfurtRhein-Main‘ ins Leben gerufen, um einen Beitrag zu leisten, die Stadt Frankfurt und die Region zukunftsfähig zu gestalten. Dringend gebraucht werden unter anderem Konzepte für bezahlbaren Wohnraum. Der Kreislauf, dass den Unternehmen Fachkräfte fehlen, diese zwar zu uns kommen möchten, aber keine Wohnung finden, dreht sich immer schneller. Die Initiative versteht sich hier als Antreiber aus der Immobilienwirtschaft, der die Politik als Ideen- und Taktgeber dabei unterstützen möchte. Wir brauchen eine leistungsfähige Bau- und Wohnungsmarktpolitik, um unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu bewahren", so Caspar.

Für Brigitte Adam, Vorstand Region Mitte, des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e. V, ist wichtig: "Die Zukunft hält vielseitige Herausforderungen bereit, wir stecken die Köpfe zusammen und wollen sie gemeinsam meistern. Dazu gehört konstruktive Kommunikation zwischen den Verbänden und der Politik. Wir sind bereit."

Jürgen H. Conzelmann, Vorsitzender von Haus & Grund Frankfurt am Main e.V., forderte: „Die Region braucht dringend mehr neue Wohnungen. Ambitionierte Ziele für mehr Klimaschutz im Gebäudesektor, restriktive Bau- und Milieuschutzsatzungen sowie steigende technische Anforderungen an neue und alte Häuser verursachen immer höheren Aufwand für Bauherren und Eigentümer. Die Entstehung günstiger Wohnungen und Eigenheime wird dadurch ausgebremst. Die konstruktive Zusammenarbeit der Akteure aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ist dringend nötig, um neue Lösungen zu entwickeln. Der im Koalitionsvertrag angekündigte ‚runde Tisch‘ ist hierfür ein richtiger Ansatz und muss dringend ins Leben gerufen werden.“

Paul Jörg Feldhoff, Chairman Feldhoff & Cie und Local Chair Frankfurt am Main des Urban Land Institute Germany, ergänzte: „Der intensive und offene Austausch von Immobilienwirtschaft, Gesellschaft und Stadtpolitik zur Weiterentwicklung von Frankfurt und der Region ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunft von Rhein-Main. Unsere Initiative kann dabei ein Brückenbauer sein.“

Gerald Tschörner, Sprecher des Unternehmernetzwerks Immobilienwirtschaft des Wirtschaftsrates Hessen, sagte: "Eine bessere Kenntnis der öffentlichen Entscheidungsträger für die Belange des Immobiliengeschehens, Zusammenhänge des Marktes, dessen enge Verzahnung mit Stadtentwicklung und Urbanität erkennen helfen, vor allem auch Verständnishürden abbauen, das alles steht für uns im Vordergrund."

Die Initiative "Raum für Zukunft FrankfurtRheinMain" hat das Ziel, als antreibende Kraft, die Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an einen Tisch zu bringen, den Dialog zu suchen und generell die Kommunikation zu verstärken, um gemeinsam Lösungen für die angehenden Herausforderungen zu finden. Die Aufnahme weiterer Organisationen in den Kreis ist ebenso wie eine wissenschaftliche Begleitung beabsichtigt. Die Einbeziehung der Wissenschaft geschieht vor dem Hintergrund, datenbasiert debattieren zu können; als Beispiel können die Auswirkungen einer zunehmenden Regulierung auf die Wohnungsmärkte genannt werden, dazu zählen der Frankfurter Baulandbeschluss oder auch die Milieuschutzsatzungen.

Zum Baulandbeschluss hielt Ralf Werner Geschäftsführer der Instone Real Estate Group SE, die Keynote des Abends. Anschließend debattierte Sebastian Papke, Stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP-Frankfurt, Sprecher für Planen, Bauen, Wohnen und Städtebau der FDP-Römerfraktion, mit den Initiatoren insbesondere über die Auswirkungen des Baulandbeschlusses und weitere wohnungspolitischer Instrumente, die gegenwärtig Anwendung finden.

Themen, die die Initiative bewegen, haben unmittelbare Auswirkungen auf Wirtschaft und Bevölkerung: Wohnen, bezahlbarer Klimaschutz und Zukunftsvisionen für Stadt und Region. Die Initiative hat alle relevanten Bereiche wie Wohnen (gerade auch für Familien, Studierende, aber auch eine alternde Gesellschaft), Wirtschaft (Büros), Verkehr, Innenstädte (Handel, Hotels, Gastronomie, Kultur), Versorgung (Logistik) gleichberechtigt im Fokus. Veranstaltungen und Veröffentlichungen werden regelmäßig den Austausch aller Stakeholder fördern und leiten.

Am Eröffnungsabend mit rund 150 Gästen aus Wirtschaft und wurden drei Fragestellungen für den Dialog mit der Politik herausgearbeitet: Welche Maßnahmen zur Förderung der Bautätigkeit sollte die Politik auf Bundes- und Landesebene als nächstes angehen? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit bezahlbarer Klimaschutz beim Bauen möglich ist? Welche Aspekte für die Gestaltung von Stadt und Region müssen als Erstes angepackt werden? FDP-Vertreter Sebastian Papke sagte zu, den notwendigen vertieften und regelmäßigen Austausch der Politik mit der neuen Initiative anzukurbeln.

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