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Letzte Aktualisierung: 16.04.2021

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Initiative Gastronomie erwartet grünes Licht von der Politik

Aktion in Frankfurt und Offenbach

von Karl-Heinz Stier

(02.03.2021) Seit dem Wochenende leuchten Restaurants, Bars und Clubs in allen Frankfurter Stadtteilen in grünem Licht. Dazu aufgerufen hat die Initiative Gastronomie Frankfurt e.V. (IGF), die vor der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch (3. März) ein Zeichen setzen will.

"Wir sind bereit" signalisieren in gründer Farbe die mehr als 100 Mitgliederbetriebe der IGF
Foto: IGF
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Die mehr als 100 Mitgliederbetriebe beteiligen sich an der Aktion. „Wir haben sichere Orte geschaffen, an denen sich Menschen unter strengen Hygiene-Auflagen begegnen können und wir erwarten jetzt von der Politik eine nachvollziehbare und transparente Öffnungsstrategie, die unserer Branche und unseren vielen tausenden Mitarbeitern wieder Hoffnung gibt“, macht IGF-Vorstand Madjid Djamegari deutlich. Das grüne Licht steht für die Hoffnung, die die Branche in das Treffen setzt und ist zugleich ein Appell an die Politik, gastronomischen Betrieben eine Öffnungsperspektive zu geben. Unterstützt wird die Aktion von der DEHOGA Hessen und dem Leaders Club.

Seit Anfang November 2020 befinden sich Restaurants im Lockdown, Clubs bereits seit Mitte März 2020. „In vielen Studien wurde belegt, dass Restaurantbesuche nicht Treiber der Pandemie sind. Dass dieser Branche ein andauerndes Sonderopfer abverlangt wird, ist ein Skandal“, so IGF-Vorstand Matthias Martinsohn, „wir müssen Wege finden, mit dem Virus zu leben und das kann nur bedeuten, die vulnerablen Gruppen schnell zu impfen und anschließend mithilfe von Teststrategien ein halbwegs normales Leben zu führen.“ Auch die Kultur- und Veranstaltungsbranche wirbt seit über einem halben Jahr für die Zulassung der Teilnahme an Veranstaltungen, wenn die Personen einen negativen Testbescheid vorweisen können.

Weitere Monate ohne Einnahmen würden viele Betriebe nicht überleben; die Angst vor der Pleitewelle sei groß. Ein erster Schritt könne die Öffnung der Außenterrassen sein, es brauche aber auch einen verbindlichen Fahrplan, wie und wann es auch für Innenräume in Restaurants, Bars und Clubs weitergehe. „Der Unmut bei den Kolleginnen und Kollegen ist verständlicherweise groß“, so Madjid Djamegari.

Weiterhin schleppende Auszahlung der November- und Dezemberhilfen
Nicht zuletzt die schleppende Auszahlung der Corona-Hilfen hat den Glauben an eine Würdigung des Sonderopfers schwinden lassen. „Nach wie vor warten Teile der Betriebe auf die Novemberhilfe. Bei der Dezemberhilfe hat sogar die Mehrzahl der Betriebe Anfang März noch nicht die volle Auszahlung erhalten“, so IGF-Vorstandsmitglied Goran Petreski.  „Wir wollen nicht mehr mithilfe von finanziellen Hilfen über die Runden kommen. Wir wollen arbeiten und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder eine Perspektive geben“.