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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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Ingrid Hornef mit Ehrennadel in Gold überrascht

von Bernd Bauschmann

(15.09.2020) Zur Finissage ihrer Ausstellung "Ingrid Hornef. Zeitgleich - Spielfelder des Zufalls" erwartete die Künstlerin eine besondere Überraschung: Bürgermeister Christian Vogt und Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler überreichten ihr am Sonntag im Stadtmuseum die Ehrennadel der Stadt Hofheim in Gold.

Bürgermeister Christian Vogt, Ingrid Hornef und Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler bei der Ehrung während der Finissage im Stadtmuseum Hofheim am Taunus.
Foto: Stadt Hofheim
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„Mit dieser Auszeichnung würdigt der Magistrat das Engagement von Frau Hornef für das kulturelle Leben in unserer Stadt. Wir sagen danke für ihr künstlerisches Wirken, dessen Ergebnisse an einigen Stellen das Stadtbild deutlich aufwerten“, betonte Bürgermeister Vogt.

Stadtverordnetenvorsteher Hegeler schloss sich dem Dank an und ergänzte, dass die Ehrung auf eine Anregung von Dr. Gerhard Marquordt, früherer Vorsitzender des Kunstvereins Hofheim e.V., zurückgeht. „Es war keine Frage, seinem Vorschlag zu folgen und die aktuell erfolgreichste künstlerische Botschafterin unserer Stadt zu ehren“, so Hegeler.

Ingrid Hornef hat sich seit 1985 als freischaffende Künstlerin in herausragendem Maße und auf vielfältige Weise um die Kultur in Hofheim verdient gemacht. In mehr als drei Jahrzehnten hat sie ein umfangreiches Werk geschaffen, das Keramik, (Stein-)Skulptur, Installation, Objekt (Konkrete Kunst) und Zeichnung umfasst.

Bis zu deren Auflösung 2002 war sie zusammen mit anderen bedeutenden Hofheimer Kunstschaffenden Mitglied der „Hofheimer Gruppe“, später der Gruppe „nonagon“ (mit vorwiegend Hofheimer Künstlerinnen und Künstlern). Heute gehört sie dem regionalen Künstlerkreis „artmaintaunus“ an.

Ihre Werke hat Ingrid Hornef nicht nur mehrfach in Hofheim – wie „Zeitgleich - Spielfelder des Zufalls“ im Stadtmuseum – ausgestellt, sondern immer wieder auch national wie international. Außerdem hat sie an mehreren nationalen wie internationalen Bildhauer-Symposien teilgenommen.

2013 initiierte und organisierte Ingrid Hornef ehrenamtlich als künstlerische Leiterin das 1. Steinbildhauer-Symposium in Hofheim, durch das die Innenstadt um fünf gelungene zeitgenössische Skulpturen bereichert wurde. Die Skulptur „Change me“, die vor dem Rathaus steht, hat sie selbst dazu beigetragen.

Aus Anlass ihres 75. Geburtstages hat Ingrid Hornef ihrer Heimatstadt Hofheim die Steinskulptur „Schauaufsland II“ geschenkt. Sie wurde im Juni 2016 in der Grünanlage an der Wilhelmstraße aufgestellt.

Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten als Steinbildhauerin gibt Ingrid Hornef gern weiter.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Hofheim leitet sie seit vielen Jahren Bildhauer-Workshops für interessierte Laien, die vor zahlreichem Publikum auf dem Ludwig-Meidner-Platz stattfinden. Im vergangenen Jahr leitete sie ehrenamtlich einen einwöchigen Steinbildhauer-Workshop mit griechischen und deutschen Teilnehmern in Chouni (Westgriechenland). 75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg diente dieser Workshop der deutsch-griechischen Verständigung. Eine Wiederholung auf deutschem Boden wird unter aktiver Mitwirkung der Künstlerin für 2021 in Hofheim vorbereitet.