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Letzte Aktualisierung: 28.02.2020

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Inflationsrate in Hessen steigt im Januar auf 1,9 Prozent

von Helmut Poppe

(31.01.2020) Die Verbraucherpreise im Januar 2020 sind gegenüber Dezember 2019 um 0,7 Prozent gesunken hingegen sind Energie und Nahrungsmittel deutlich teurer als im Januar 2019. Bekleidungsartikel sind um 5,9 Prozent günstiger als im Dezember 2019

Verbraucherpreise-Entwicklung
Foto: HSL
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Im Januar 2020 lag das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hatte die Inflationsrate im Dezember bei 1,5 Prozent und im November bei 0,9 Prozent gelegen. Die Preissteigerung gegenüber Januar 2019 wurde wesentlich durch die im Jahresvergleich gestiegenen Preise für Mieten bestimmt. Zudem wurde die Inflationsrate im Januar 2020 durch den deutlichen Anstieg der Preise für Kraftstoffe, Fleisch und Fleischwaren sowie Bekleidungsartikel beeinflusst.

Im Vergleich zum Dezember sank das Niveau der Verbraucherpreise im Januar um 0,7 Prozent. Dieser Rückgang ist insbesondere auf geringere Preise für Pauschalreisen (minus 28,7 Prozent) und für Bekleidungsartikel (minus 5,9 Prozent) zurückzuführen.

Preise für Energie

Die Preise für Energie stiegen im Januar 2020 um 1,1 Prozent im Vergleich zum Dezember. Kraftstoffe waren 1,9 Prozent teurer; darunter stiegen die Preise für Diesel (plus 4,2 Prozent) stärker als die Preise für Benzin (plus 1,1 Prozent). Strom war 1,0 Prozent teurer als im Vormonat, Heizöl 1,0 Prozent günstiger. Die Preise für Erdgas blieben gegenüber Dezember durchschnittlich unverändert.

Gegenüber Januar 2019 stiegen die Preise für Energie im Januar um 3,1 Prozent. Insbesondere verteuerten sich binnen Jahresfrist Kraftstoffe um 4,8 Prozent (Diesel: plus 5,8 Prozent, Benzin: plus 4,7 Prozent). Während Verbraucherinnen und Verbraucher für Erdgas 3,4 Prozent und für Strom 2,5 Prozent mehr bezahlen mussten, wurde Heizöl 0,4 Prozent günstiger.

Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Inflationsrate im Januar 2020 in Hessen bei 1,7 Prozent gelegen.

Preise für Nahrungsmittel

Das Niveau der Nahrungsmittelpreise lag im Januar um 0,7 Prozent über dem Niveau von Dezember 2019. Teurer gegenüber dem Vormonat waren Obst um 3,3 Prozent und Gemüse um 1,7 Prozent. Für Molkereiprodukte und Eier mussten um 0,3 Prozent höhere Preise gezahlt werden. Günstiger waren Fleisch und Fleischwaren um 0,4 Prozent.

Gegenüber Januar 2019 stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Januar um 3,0 Prozent. Teurer als ein Jahr zuvor waren insbesondere Obst um 9,3 Prozent sowie Fleisch und Fleischwaren um 7,3 Prozent. Auch für Brot und Getreideerzeugnisse (plus 1,6 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (plus 0,7 Prozent), darunter Milch (plus 4,4 Prozent), mussten Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Speisefette und -öle sanken um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, darunter für Butter um 12,4 Prozent.

Preise für Waren

Die Preise für Waren insgesamt blieben im Januar gegenüber Dezember 2019 unverändert. Gegenüber Januar 2019 verteuerten sich Waren um 2,1 Prozent. Der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr ist von steigenden Preisen für Verbrauchsgüter (plus 2,6 Prozent) bestimmt. Die Preise für Gebrauchsgüter stiegen im Januar 2020 um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Teurer wurden beispielsweise Bekleidungsartikel (plus 3,4 Prozent), Personenkraftwagen (plus 1,8 Prozent) und Haushaltsgroßgeräte (plus 0,6 Prozent). Weniger gezahlt werden musste im Bereich der langlebigen Gebrauchsgüter unter anderem für Mobiltelefone (minus 7,7 Prozent) und für Geräte der Unterhaltungselektronik (minus 4,6 Prozent), darunter Fernsehgeräte (minus 10,7 Prozent).

Preise für Dienstleistungen

Das Niveau der Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) lag im Januar 2020 um 2,0 Prozent unter dem Niveau des Vormonats und um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Januar 2019 verteuerten sich Dienstleistungen sozialer Einrichtungen um 6,7 Prozent, die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen um 2,2 Prozent sowie Gaststättendienstleistungen um 2,1 Prozent. Preisrückgänge gab es binnen Jahresfrist unter anderem bei Pauschalreisen um 2,0 Prozent.

Die Preise für Bahnfahrten sanken gegenüber dem Vorjahresmonat um durchschnittlich 7,2 Prozent (Fernverkehr: minus 9,4 Prozent, Nahverkehr: plus 3,8 Prozent). Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs wirkte die Einführung des Seniorentickets Hessen (365-Euro-Ticket) zum 1. Januar 2020 preissenkend im Bereich der Zeitkarten, sodass Verbundfahrkarten im Januar durchschnittlich um 0,7 Prozent günstiger waren.

Die Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) lagen im Januar um 0,2 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Januar 2019 mussten Mieterinnen und Mieter 1,8 Prozent mehr bezahlen. (HSL)