Inflationsrate in Hessen steigt im August 2026 auf 3,0 Prozent
Die Inflationsrate in Hessen ist im August 2026 auf 3,0 Prozent gestiegen. Damit erhöhte sie sich den zweiten Monat in Folge. Wie im Juli waren auch im August höhere Preise für Kraftstoffe und Heizöl wesentliche Inflationstreiber. Gleichzeitig schwächte sich die Teuerung bei Nahrungsmitteln weiter ab.
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Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hat die Inflationsrate im August 2026 – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – in Hessen 3,0 Prozent betragen. Damit erhöhte sie sich nach dem Anstieg im Juli erneut. Im Juni hatte sie bei 2,3 Prozent und im Juli bei 2,7 Prozent gelegen. Gegenüber Juli 2026 erhöhten sich die Verbraucherpreise im August 2026 um 0,3 Prozent.
Kraftstoffe und Heizöl treiben Inflation
Maßgeblich für den erneuten Anstieg der Inflationsrate waren die höheren Energiepreise. Energie kostete im August durchschnittlich 1,9 Prozent mehr als im Vormonat. Besonders kräftig stiegen die Preise für Heizöl um 6,7 Prozent und für Kraftstoffe um 3,4 Prozent. Die Entwicklung wurde weiter durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten beeinflusst.
Auch im Vergleich zum August 2025 lagen die Preise für Energie deutlich höher: Sie stiegen durchschnittlich um 11,5 Prozent. Heizöl kostete sogar 56,3 Prozent mehr, Kraftstoffe verteuerten sich um 31,0 Prozent. Wie in den Monaten zuvor wirkten Erdgas (minus 7,0 Prozent) und Strom (minus 6,3 Prozent) inflationsdämpfend. Die Preise für Fernwärme sanken um 1,2 Prozent.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lag die Inflationsrate in Hessen im August bei 2,3 Prozent.
Nahrungsmittelpreise dämpfen Inflation
Die Preise für Nahrungsmittel sanken gegenüber Juli 2026 um 0,1 Prozent. Fleisch und Fleischwaren kosteten beispielsweise 0,9 Prozent weniger als im Vormonat.
Im Vorjahresvergleich stiegen die Nahrungsmittelpreise um 0,5 Prozent und damit deutlich schwächer als die Verbraucherpreise insgesamt. Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln ließ somit weiter nach. Besonders stark sanken die Preise für Speisefette und -öle (minus 11,9 Prozent), darunter Butter mit einem Minus von 22,8 Prozent. Molkereiprodukte waren 5,5 Prozent günstiger als im August 2025. Überdurchschnittlich teurer wurden dagegen Gemüse um 5,9 Prozent sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren um 4,2 Prozent.
Die Kerninflationsrate, also die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, lag im August bei 2,5 Prozent.
Gebrauchsgüter weiterhin nur wenig teurer
Die Preise für Waren stiegen im August 2026 um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. Verbrauchsgüter verteuerten sich mit einem Plus von 4,5 Prozent überdurchschnittlich. Die Preise für Gebrauchsgüter stiegen um 0,8 Prozent und wirkten damit inflationsdämpfend. Günstiger als im August 2025 waren unter anderem Fernsehgeräte (minus 14,6 Prozent) und Bekleidungsartikel (minus 0,5 Prozent). Computer kosteten dagegen 11,8 Prozent und Mobiltelefone 8,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Dienstleistungspreise steigen weiterhin deutlich
Die Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) stiegen gegenüber August 2025 um durchschnittlich 3,3 Prozent und wirkten damit weiterhin inflationstreibend. Besonders stark verteuerten sich Dienstleistungen sozialer Einrichtungen mit einem Plus von 8,6 Prozent. Auch Flugtickets (plus 8,1 Prozent), Pauschalreisen (plus 3,2 Prozent) und Gaststättendienstleistungen (plus 3,1 Prozent) waren teurer als ein Jahr zuvor. Die Nettokaltmieten erhöhten sich im Jahresvergleich um 1,8 Prozent. (HP/HSL)
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