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Letzte Aktualisierung: 21.11.2019

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Inflationsrate in Hessen im Oktober unverändert bei 1,2 Prozent

von Helmut Poppe

(31.10.2019) Die Verbraucherpreise sind im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent gestiegen. Die gegenüber Oktober 2018 um 2,6 Prozent gesunkenen Energiepreise dämpfen die Inflation. Nahrungsmittel waren hingegen durchschnittlich um 1,6 Prozent teurer als im Oktober 2018.

Verbraucherpreisindex
Foto: HessenStatistik
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Im Oktober 2019 lag das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen um 1,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hatte die Inflationsrate im September ebenfalls bei 1,2 Prozent und im August bei 1,3 Prozent gelegen. Im Vergleich zum September 2019 stieg das Niveau der Verbraucherpreise im Oktober um 0,1 Prozent.

Preise für Energie

Die Preise für Energie gingen im Oktober 2019 um durchschnittlich 0,4 Prozent im Vergleich zum September 2019 zurück. Gegenüber dem Vormonat waren Heizöl um 2,9 Prozent, Strom um 0,8 Prozent und Kraftstoffe um 0,7 Prozent günstiger. Die Preise für Erdgas stiegen um 3,0 Prozent.

Gegenüber Oktober 2018 sanken die Preise für Energie im Oktober 2019 um 2,6 Prozent und dämpften dadurch die Preisentwicklung insgesamt. Geringere Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Heizöl (minus 16,3 Prozent) und für Kraftstoffe (minus 7,2 Prozent) zahlen. Binnen Jahresfrist wurde Strom um 2,7 Prozent und Erdgas um 2,2 Prozent teurer.

Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Inflationsrate im Oktober 2019 in Hessen bei 1,5 Prozent gelegen.

Preise für Nahrungsmittel

Das Niveau der Nahrungsmittelpreise lag im Oktober 2019 um 0,4 Prozent unter dem Niveau von September 2019. Gegenüber dem Vormonat war insbesondere Gemüse um 3,3 Prozent günstiger, Fleisch und Fleischwaren waren 0,2 Prozent günstiger. Mehr mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Oktober für Speisefette und -öle (plus 1,1 Prozent, darunter für Butter: plus 3,4 Prozent), Obst (plus 0,8 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (plus 0,3 Prozent) zahlen.

Gegenüber Oktober 2018 stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Oktober 2019 um 1,6 Prozent. Teurer als ein Jahr zuvor waren insbesondere Fleisch und Fleischwaren (plus 6,2 Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (plus 3,4 Prozent) sowie Obst (plus 2,5 Prozent). Die Preise für Speisefette und -öle sanken um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (darunter Butter: minus 13,5 Prozent). Auch für Gemüse (minus 2,3 Prozent) und Molkereiprodukte und Eier (minus 0,8 Prozent) mussten geringere Preise gezahlt werden.

Preise für Waren

Die Preise für Waren insgesamt stiegen im Oktober gegenüber September 2019 um 0,2 Prozent und gegenüber Oktober 2018 um 0,4 Prozent. Die Preise für Verbrauchsgüter stiegen im Oktober 2019 um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, die Preise für Gebrauchsgüter um 0,4 Prozent.

Teurer gegenüber dem Vorjahresmonat wurden in dieser Gütergruppe beispielsweise Personenkraftwagen (plus 2,0 Prozent) sowie Bekleidung und Schuhe (plus 1,2 Prozent). Weniger gezahlt werden musste im Bereich der langlebigen Gebrauchsgüter unter anderem für Geräte der Unterhaltungselektronik (minus 5,9 Prozent) sowie für Festnetz- und Mobiltelefone (minus 5,8 Prozent).

Preise für Dienstleistungen

Das Niveau der Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) lag im Oktober 2019 um 0,1 Prozent unter dem Niveau des Vormonats und um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Oktober 2018 verteuerten sich zum Beispiel Dienstleistungen sozialer Einrichtungen um 6,6 Prozent, die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen um 2,5 Prozent, Gaststättendienstleistungen um 2,1 Prozent sowie Pauschalreisen um 1,5 Prozent. Preisrückgänge gab es binnen Jahresfrist beispielsweise bei Telekommunikationsdienstleistungen (minus 0,5 Prozent).

Die Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) lagen im Oktober um 0,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Oktober 2018 mussten Mieterinnen und Mieter 1,5 Prozent mehr bezahlen.