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Letzte Aktualisierung: 22.11.2019

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In der Welt der Tech­nik lernt man nie aus - Studenten zeigen wie es geht

von Helmut Poppe

(01.11.2019) Ein „Hidden Champion“ in unserer Region

Bildergalerie
Etienne Neugebauer und Alexander Szgela bei Eis und Latte mitten in Hofheim
Foto: frankfurtlive, Poppe
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Hier wird programmiert
Foto: frankfurtlive, Poppe
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Alexander Szgela, oopenrobotx
Foto: frankfurtlive, Poppe
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3 D-Druck-Kurse in der Schule
Foto: frankfurtlive, Poppe
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Wenn in der  Zukunft und in der Berufswelt ganz neue Arbeitsfelder entstehen, stellt sich irgendwann die Frage, was junge Menschen wo und wann heute schon lernen müssen. ‚Irgendwann‘ heißt für Alexander Szgela und Etienne Neugebauer aus Hofheim nicht morgen oder übermorgen, beide Studenten bringen Schülern im  MTK  seit zwei Jahren bei, wie man mit Zukunftstechnologien umgeht. Umgehen bedeutet hierbei nicht nur am PC mehr oder oberflächlich im Spiel Zukunftswelten erobern. Nein, hier geht es um ganz konkrete Anwendungen wie mit 3-D-Druckern funktionsfähige Objekte entwerfen. Es werden Computerspiele programmiert und – keine Bedenken – diese orientieren sich eher an ziemlich harmlosen Spielen à la ‚Super Mario‘. Beim Thema Programmieren legt sich nicht nur bei einigen Pädagogen die Stirn in Falten. Es sind eher Politiker und weiter vorausschauende Berufspraktiker, die lieber heute als morgen das Fach „Programmieren“ in den normalen Schulablauf einplanen würden.

Beide Openrobotx-Betreiber sind Alleinunternehmer, die in Schulen unserer Region Kurse  zumeist am Nachmittag durchführen. Ihre Devise lautet „Skalieren“, dieser IT-Begriff bedeutet grob ausgedrückt, ein IT-Projekt, das konzipiert und begonnen wurde auszuweiten, denn hat man einmal den Grundstein gelegt, lassen sich solche Aktivtäten, die Computer-basiert sind, schnell in größeren Dimensionen umsetzen. Dies geht erfahrungsgemäß rasch bei IT-Abläufen. Dafür benötigt man Mitstreiter und Abnehmer. Bei dem Thema Mitwirkende sind beide davon abgekommen, auf Zulieferer zurückzugreifen. Grund hierfür sind Wartezeiten, fehlende Kompetenzen und, was bei Startups nicht unüblich ist und diese auch sympathisch macht, unterschiedliche Ansichten, der einzelnen Akteure bei der Frage, was zu vermitteln und wie es umzusetzen ist. Auf Wettbewerb stoßen die beiden Studenten kaum. Es gäbe zwar in der Region Anbieter, wie Lehrer und Eltern, die auch in einem ähnlichen Umfeld aktiv seien, nur böten diese nicht kompliziertere Themen wie Programmieren oder Robotik an. Die Vermittlung der Technologie Robotik, daher auch der Name der Jungunternehmung, bei Schülern gehört ebenfalls zu dem Portfolio der beiden.

Gefragt, wie sich ihre Weiterentwicklungsstrategie darstellt, halten sie sich verständlicherweise bedeckt. Doch konnte man Alexander Szgela entlocken, dass er sich eine Wahrnehmung solch sicherlich wichtiger Initiativen auf politischer Ebene und zwar in Wiesbaden wünscht. Unterstützung auf Eltern – und Arbeitgeberseite findet er auch sehr wichtig. Irgendwann wird es bestimmt zu einem – unbequemen – Umdenken bei der Stundenverteilung in Schulen kommen müssen. Dann heißt es „Weniger Stunden für Latein, Kunst, Deutsch oder ein anderes Fach dafür Programmieren lernen. Dies sei schlichtweg eine Fertigkeit, die dem Sprachenlernen nicht fremd sei. Schauen wir, was die Zukunft uns und den beiden Jungunternehmern bringen wird.

Über ihr Angebot informiert die Openrobotx-Webseite:

https://www.openrobotx.de/