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Letzte Aktualisierung: 28.09.2021

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Immobilienpreise in der Finanzmetropole Frankfurt: Tipps von André Heid

von Bernd Bauschmann

(07.09.2021) Der Immobilienmarkt hat trotz der Corona-Pandemie mit Blick auf die Quadratmeterpreise nicht stagniert und gerade in großen Metropolen wie Frankfurt steigen die Preise für Wohneigentum stetig. Immobiliensachverständiger André Heid weiß, worauf es beim Immobilienkauf in der Finanzmetropole Frankfurt ankommt.

Bildergalerie
Frankfurt ändert sich schnell – in der pulsierenden Metropole ensteht jeden Tag neuer Wohnraum.
Foto: Unsplash / Paul Fiedler
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Gute Vorbereitung verspricht oft den renditestärksten Kauf bzw. Verkauf einer Immobilie.
Foto: Unsplash / Mika Baumeister
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Entwicklung der Immobilienpreise in Frankfurt
Ähnlich wie in anderen Großstädten der Republik ist der Kaufpreis von Wohnungen in Frankfurt am Main in den letzten Jahren stetig gestiegen. Im Jahr 2020 mussten Käufer im Durchschnitt 5.781 Euro pro Quadratmeter zahlen. Eigentumswohnungen wurden für Quadratmeterpreise zwischen 2.487 Euro und 9.831 Euro angeboten.

Diese Quadratmeterpreise lassen sich erzielen, weil Frankfurt alles bietet, was zu einer pulsierenden Metropole dazugehört, gute Infrastruktur und funktionierender Nahverkehr, internationale Unternehmen mit Arbeitsplätzen, kulturelle Vielfalt und ein Mix aus moderner Architektur und historischer Bausubstanz in der Altstadt. In Frankfurt stimmt die sogenannte Work-Life-Balance, was die Stadt für Kaufwillige attraktiv macht.

Immobilienkauf gut vorbereiten
Um einen Immobilienkauf in Frankfurt erfolgreich abzuschießen, sollte ein solches Projekt vor allem eines sein, nämlich penibel vorbereitet. Das gilt für Verkäufer wie Käufer gleichermaßen.

Für den Käufer wäre es zunächst wichtig, grundsätzliche Überlegungen hinsichtlich der Art der Immobilie (Haus oder Wohnung), der gewünschten Größe und natürlich des zur Verfügung stehenden Budgets anzustellen. Hier sollten frühzeitig Gespräche mit der kreditgebenden Bank geführt werden, wenn man den Kauf über ein Darlehen finanziert.

Dann heißt es, einen Makler mit der Suche nach passenden Objekten zu beauftragen oder sich selbst auf die Suche zu machen, wenn man sich die Maklerprovision sparen möchte. Dieser Prozess kann allerdings sehr zeitaufwendig sein, weshalb es sich doch rentieren könnte, einen erfahrenen Makler mit umfassenden Marktkenntnissen des Immobilienmarktes in Frankfurt um Unterstützung zu bitten. Hat man ein Objekt gefunden und besichtigt, ist ein Wertgutachten sinnvoll, um ein adäquates Kaufangebot abgeben zu können. Erhält man den Zuschlag, erledigt in der Regel ein Notar alle weiteren Schritte.

Der Verkäufer hat ebenfalls einige Aufgaben zu erledigen, denn eine Immobilie verkauft sich nicht mal eben von alleine. Zumindest wäre es sinnvoll, einen Immobiliensachverständigen mit einer Wertermittlung zu beauftragen und einen Makler damit zu beauftragen, das zum Verkauf stehende Objekt auf dem Immobilienmarkt zu bewerben und bei Besichtigungen zu präsentieren. Die Auswahl des passenden Käufers aus den Vorschlägen des Maklers obliegt dann letztlich dem Verkäufer.

Preisbestimmende Faktoren für Immobilien in Frankfurt
Hinsichtlich des Preises für Immobilien in Frankfurt gelten die gleichen Regeln, wie überall. Er wird bestimmt durch Faktoren wie Mikro- und Makrolage, Alter der Immobilie, ihre Größe, den Zustand der Bausubstanz und des Grundstücks, die Qualität der Ausstattung sowie eventuell vorhandene Belastungen wie eine Hypothek oder Grundschuld. Auch ein bestehendes Nießbrauch- oder Wohnrecht wirken sich, meist wertmindernd, auf den Verkehrswert aus.

Prinzipiell gilt auch in Frankfurt, dass der Wert einer Immobilie umso höher ist, desto mehr Vorteile und positive Eigenschaften sie hinsichtlich der eben genannten Faktoren auszeichnen. Der Blick des Verkäufers oder Käufers auf bereits realisierte Verkaufspreise ähnlicher Objekte in der näheren Umgebung kann, muss aber nicht zielführend sein. Denn es kommt oft auf winzige Details sowie den objektiven Gesamteindruck an. Diese können letztlich nur durch ein professionelles Immobilienwertgutachten aufgezeigt werden.

Der Verkehrswert als wesentlicher Faktor bei Verkauf und Kauf
Wer in Frankfurt eine Immobilie besitzt und sie verkaufen möchte, sollte vorher ihren Verkehrswert ermitteln lassen, denn er ist Basis für spätere Verhandlungen mit potenziellen Käufern. Für eine solche, von einem Immobiliensachverständigen durchgeführte Immobilienbewertung Frankfurt kann man, je nach Immobilie, mit Kosten zwischen etwa 1.600 und 2.500 Euro rechnen.

Der Vorteil eines solchen Wertgutachtens besteht darin, dass es objektiv ist, gemäß § 194 Baugesetzbuch (BauGB) erstellt wird und alle rechtlichen Vorgaben beachtet, auch bei Rechtsstreitigkeiten vor Gericht verwendbar ist und von zertifizierten Sachverständigen erstellt wird.

Auch für alle, die den Kauf einer Immobilie in Frankfurt planen, ist es sinnvoll, einen Sachverständigen für Immobilienbewertung hinzuzuziehen. Er ist in der Lage, seinen Auftraggeber mit den Wichtigsten Informationen hinsichtlich Zustand, eventuelle Mängel, den Wert des Hauses oder der Wohnung sowie zu erwartende Kosten beraten.

Darüber hinaus kann er den Auftraggeber über den gesamten Prozess hinweg begleiten, also von der Objektauswahl bis zur Kaufentscheidung. Der Sachverständige ermittelt den Verkehrswert für Einfamilien- sowie Mehrfamilienhäuser ebenso, wie für Gewerbe- und Sonderimmobilien. Für die Erstellung seiner Immobiliengutachten nutzt er ausschließlich die vom Gesetzgeber zugelassenen Bewertungsverfahren (Sachwert-, Vergleichswert- oder Ertragswertverfahren).

Spezielle Wertermittlung für Grundstücke in Frankfurt
Auch in Frankfurt wird es zunehmend schwieriger, Baugrundstücke zu finden. Der sogenannte Gutachterausschuss der Stadt Frankfurt veröffentlicht jedes Jahr einen Situationsbericht zum Frankfurter Immobilienmarkt. In diesem werden auch Zahlen zu bebauten und unbebauten Grundstücken veröffentlicht.

Plant man ein Bauprojekt und benötigt ein Grundstück, kann ein Immobiliensachverständiger für eine entsprechende Liegenschaft eine Grundstückswertermittlung in Frankfurt vornehmen. Für diese führt er eine sogenannte baurechtliche Prüfung der Liegenschaft durch. Besitzt das Grundstück Entwicklungspotenzial, bewertet der Sachverständige es gemäß dem Residualwertverfahren. Die jeweils aktuellen Marktdaten, die vom Gutachterausschuss Frankfurt veröffentlicht werden, finden in Form von Vergleichspreisen in der Gebäudewertermittlung sowie beim Bodenrichtwert Berücksichtigung.