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Letzte Aktualisierung: 24.11.2020

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Immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund in Hessen

von Helmut Poppe

(29.07.2020) Der Anteil der hessischen Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist weiter gestiegen: Ergebnissen des Mikrozensus 2019 zufolge lebten im Jahr 2019 rund 2,14 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln in Hessen. Das waren knapp 3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mikrozensus 2019
Foto: Hessisches Statistisches Landesamt © stock.adobe.com | hobbitfoot
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Jede dritte in Hessen lebende Person hat einen Migrationshintergrund. Wie das Hessische Statistische Landesamt auf Basis der Mikrozensus-Erhebung 2019 mitteilt, hatten im vergangenen Jahr 34 Prozent aller Hessinnen und Hessen ausländische Wurzeln. Dabei ist ihre Anzahl in den vergangenen Jahren stetig gewachsen: Wurde im Jahr 2017 erstmals die 2-Millionen-Marke überschritten, so lebten im Jahr 2019 bereits 2,14 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Hessen. Darunter waren Hessinnen und Hessen mit türkischen Wurzeln am häufigsten vertreten: Ihr Anteil lag bei 14 Prozent.

Hinweise
Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt besitzt. Neben den zugewanderten und in Deutschland geborenen Ausländerinnen und Ausländern zählen auch Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler sowie Eingebürgerte und deren in Deutschland geborene Kinder zu dieser Bevölkerungsgruppe. Seit 2017 werden auch adoptierte Personen mit ausländischen Wurzeln, die die deutsche Staatsangehörigkeit durch einen deutschen Elternteil erhalten haben, sowie deren in Deutschland geborene Kinder zu Personen mit Migrationshintergrund gezählt.
Die Bevölkerungszahlen im Text beziehen sich auf Privathaushalte. Für Personen in Gemeinschaftsunterkünften wird die Information zum Migrationsstatus seit 2017 nicht mehr erhoben. (HSL)