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Letzte Aktualisierung: 01.03.2024

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Ideen für die Entwicklung von Hessens Kleinstädten

von Ilse Romahn

(01.02.2023) Die Dokumentation zur ersten „Baukultur-Werkstatt“ der Landesinitiative „+Baukultur in Hessen“ ist erschienen.

Städte wie das mittelhessische Kirchhain am Rande des Burgwalds bezeichnen Tourismus-Experten gerne als „kleine Schätze“: „Hessens kleine Städte sind malerisch und bezaubern oft durch lebendige Geschichte“, sagt Xenia Diehl, die in der HA Hessen Agentur GmbH die Geschäftsstelle der Landesinitiative +Baukultur in Hessen führt. Und Schätze müssen gepflegt und weiterentwickelt werden, damit sie auch in Zukunft einen Besuch wert sind. Die Stadt Kirchhain hat ein großes städtebauliches Potenzial. Während der ersten „Baukultur-Werkstatt“ der Hessen Agentur berichtete Stadtplaner und Architekt Dr. Lars Bölling von Problemen wie Sanierungsrückständen, beginnenden Leerständen in Ladenlokalen, Verkehrsbelastung und schwindender Aufenthaltsqualität. Deswegen bewarb sich Kirchhain im Jahr 2021 erfolgreich um die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“. Im Frühjahr 2022 stellte die Stadt daher ein „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“ vor. Darüber hinaus wird Kirchhain im Rahmen des Landesprogramms „Zukunft Innenstadt“ gefördert.

Baukultur ist mehr als die Gestaltung von einzelnen Gebäuden
Diesen frühen Zeitpunkt im Prozess der Städtebauförderung nutzte die Landesinitiative +Baukultur in Hessen für den Austausch über die Projekte in Kirchhain. Schließlich sind die Probleme vielen anderen Kommunen bekannt. „Es ist wichtig und lohnend, sich gemeinsam für eine qualitätsvolle Umsetzung guter Ideen einzusetzen“, sagt Diehl. Expertinnen und Experten der Denkmalpflege, des Städtebaus und der Landschaftsarchitektur diskutierten darüber, welche Impulse für eine Baukultur gegeben werden können, „die über Stadtbildpflege hinausgehen und nicht nur ästhetische, sondern auch soziale, ökologische, ökonomische und emotionale Dimensionen einbeziehen“, erklärt Xenia Diehl, die Städte intensiv zu den Landesprogrammen berät. Zentrale Frage: Wie kann die Städtebauförderung kreativ genutzt werden, um zu individuellen, ortsspezifischen und unverwechselbaren Bauten und öffentlichen Räumen im kleinstädtischen Kontext zu gelangen?

Schlaglichter auf gute Baukultur-Beispiele bietet die Dokumentation zur ersten „Baukultur-Werkstatt“. Diehl: „Das ist eine insbesondere für Kommunen wichtige Handreichung.“ Denn sie gibt einen anschaulichen Überblick über die Exkursionen, Analysen und Ansätze der Expertinnen und Experten. Die Broschüre steht ab sofort auf der Website der Hessen Agentur als Download zur Verfügung.

HA Hessen Agentur GmbH ist die Dienstleistungsgesellschaft des Landes. Sie setzt Projekte, Kampagnen und Förderaktivitäten um und fungiert zudem als Berater und „Think Tank“. Ihr Kernziel ist die bestmögliche Unterstützung des Landes Hessen und anderer öffentlicher Institutionen bei der Erreichung ihrer Ziele im Rahmen der hessischen Wirtschaftsförderung. Weitere Informationen: www.hessen-agentur.de