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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Hundehaltung in Frankfurt: So bleibt der Vierbeiner gesund

von Bernd Bauschmann

(23.09.2022) Im Jahr 2019 waren in Frankfurt rund 18.000 Hunde gemeldet. In den letzten Jahren nahm die Zahl vermutlich zu. Die Hundehaltung an sich ist in der Mainmetropole kein Problem, anders verhält es sich damit, den geliebten Vierbeiner gesund zu erhalten. Immerhin ist die Metropole nicht der eigentliche Lebensraum eines Hundes. Aber worauf kommt es bei der Hundehaltung an?

Mit ein bisschen Planung können Hunde auch in Frankfurt ein sehr glückliches und gesundes Leben führen.
Foto: Unsplash / Baptist Standaert
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Gesunde Ernährung: Die Basics für einen gesunden Hund
Mit der Hundeernährung ist es so ähnlich wie mit der Ernährung von Kindern. Die Werbung suggeriert all die schmackhaften Lebensmittel, doch wirklich gesunde Grundnahrungsmittel sind bunte Bonbons nicht. Um einen Hund gut zu ernähren, kommt es auf Folgendes an:

  • Gutes Hundefutter – es muss nicht das teuerste Futter sein, aber die Inhaltsstoffe müssen stimmen. Zucker und Zuckerersatzstoffe gehören nicht in die Hundeernährung. Allgemein benötigen Hunde einen ausgewogenen Mix aus Fleisch, Gemüse und Innereien. Ein weiterer wichtiger Punkt: Das Futter sollte nach Möglichkeit getreidefrei sein, da die Vierbeiner Getreide nicht zwingend benötigen. Entsprechendes Futter mit hochwertigen Inhaltsstoffen lässt sich zum Beispiel hier finden.
  • Darauf verzichten – während es nicht tragisch ist, wenn der Hund selbst hin und wieder »Fastfood«, also eine minderwertigere Dose erhält, so ist es falsch, den Hund mit Leckerchen zu ernähren. Leckerchen dürfen mal gegeben werden, doch stellen sie keine Mahlzeit da.
  • Trocken oder nass – letztendlich muss das jeder für sich entscheiden. Trockenfutter ist einfacher, allerdings stellt es nicht die natürliche Ernährung von Hunden dar.

Zwischendurch benötigt der Hund einen guten Kauknochen oder andere natürliche Kau-Futtermittel. Auch Pansen wird von Hundeseite sehr geschätzt. Tipp: Aufgrund des eher unangenehmen Geruchs ist es sinnvoll, diesen draußen zu verfüttern.

Genug Auslauf: Kreativität ist gefragt
Vorab: Die gesetzliche Tierschutzregel, dass ein Hund mindestens für eine Stunde am Tag Auslauf braucht, ist viel zu niedrig angesetzt. Zwei Stunden sollten es minimal sein, wobei bei älteren Hunden der Auslauf abnimmt.

Direkt in der Frankfurter City ist die Gassi-Runde natürlich eingeschränkt. Dennoch bietet auch die Metropole viele Möglichkeiten:

  • Parks – in den Parks kann auch mit dem Hund an der Leine Sport getrieben werden. Wie wäre es einfach damit, das Tier mit auf die Joggingrunde zu nehmen?
  • Hundeflächen – über das Stadtgebiet verteilt gibt es etliche Hundewiesen. Dort können die Vierbeiner ordentlich toben und brauchen nicht an die Leine.
  • Mainufer – entlang des Mains ergeben sich viele Spaziermöglichkeiten. Ist das Tier daran gewöhnt, kann auch aufs Rad gestiegen werden. Aber Vorsicht: Das Radfahren mit Hund muss gelernt werden.

Am Wochenende bietet es sich an, gemeinsam mit dem Hund hinaus ins Grüne zu fahren. Der Taunus ist da sehr beliebt. Auch in Frankfurt wartet der Riederwald, doch bestehen hier jahreszeitliche Einschränkungen.

Wer Lust und Spaß daran hat, kann sich zur Hunde Agility anmelden. Die Hundevereine in Frankfurt nehmen gerne neue Mitstreiter auf.

Vorsorge und Co.: Gesundheit ist Trumpf
Selbst ein gesunder Hund muss regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt werden. Bestimmte Impfungen sind absolut notwendig und teils sogar vorgeschrieben. Spätestens, wenn es mit dem Hund in ein Nachbarland in den Urlaub geht, werden die Impfungen abgefragt. Die Entwurmung hingegen kann jeder Hundebesitzer allein durchführen, denn mit den Spot-Ons ist das nicht schwer. Eine gute Vorsorge besteht aber auch daraus, sich für den Ernstfall in Zukunft zu wappnen. Das heißt:

  • Tierarzt – es sollte ein fester Tierarzt vorhanden sein. Meist ist das der, der ohnehin schon die Impfungen übernimmt.
  • Tierklinik – bei einigen Erkrankungen oder Problemen ist die Tierklinik günstiger als ein Tierarzt, da alle Untersuchungen auf einen Schlag erledigt werden können. Die Kontaktdaten sollte jeder Tierbesitzer kennen.
  • Notdienst – auch in Frankfurt gibt es einen tierischen Notdienst. Notdienste zeichnen sich dadurch aus, zum Tierhalter zu kommen und notfalls den Transport in die Klinik zu übernehmen.

Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob eine Tierversicherung ratsam ist. Zu einer OP-Versicherung kann jedoch fast immer geraten werden. Sicher, nicht jeder Hund muss irgendwann operiert werden, doch ist es beruhigend zu wissen, dass der Mammutanteil der Kosten nicht selbst getragen werden muss.

Fazit – auch in Frankfurt leben Hunde schön
Ein Hund kann überall leben. Es liegt am Besitzer, dieses Leben gut zu gestalten. Frankfurt bietet trotz des Großstadtfeelings viele Gassi-Möglichkeiten, zudem ist die Natur praktisch nur eine kurze Autofahrt entfernt. Zuhause kommt es auf die gute Ernährung und eine entsprechende Vorsorge an.