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Letzte Aktualisierung: 10.12.2019

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Hofheims Baustelle Neue Stadtbücherei: Aushub in zwei Abschnitten

von Adolf Albus

(25.11.2019) Auf der Baustelle für die Neue Stadtbücherei in Hofheim gehen die Arbeiten voran. Derzeit werden rings um die entstehende Baugrube die Wände mit einem Verbau befestigt, um das Erdreich vor dem Abrutschen zu sichern.

Bürgermeister Christian Vogt und die HWB-Geschäftsführer Norman Diehl und Josef Mayr vor der Baustelle.
Foto: Stadt Hofheim
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„Dafür bauen wir eine sogenannte Trägerbohlwand aus Holz, die dann im Erdreich verankert wird“, erklärt Josef Mayr, Geschäftsführer der Hofheimer Wohnungsbau Gesellschaft (HWB). Um die zu bewerkstelligen, ist ein Ankerbohrgerät im Einsatz. „Dieses Gerät treibt über zehn Meter lange Stahllitzen in die Wände der Baugrube, die anschließen mit Beton gefüllt werden und so den Verbau in der Wand verankern.“

„Noch bis Weihnachten werden wir bis zur Fertigstellung der Baugrube brauchen. Im Januar geht es dann mit dem Rohbau los“, gibt Mayr einen Ausblick auf die kommenden Wochen. Wer sich fragt, wie tief die Baugrube werden wird, kann die derzeitige Tiefe im Bereich des Baustellenschildes aus Anhaltspunkt nehmen. „Dort haben wir bereits das finale Niveau erreicht. An dieser Stelle müssen wir nur noch einen Meter Lehmboden durch tragfähigen Kies ersetzen“, sagt Mayr. Eine Überraschung gab es beim Aushub: Ein bereits stillgelegter größerer Kanal trat zu Tage, der nach Klärung mit den herbeigerufenen Stadtwerke jedoch schnell und unkompliziert entfernt werden konnte.

Ein weiteres Thema, das die Bauarbeiter derzeit beschäftigt, ist die Unterfangung der benachbarten Scheune an der Pfarrgasse. „Dort verlängern wir das bestehende Fundament, um die Stabilität des Gebäudes sicherzustellen“, erklärt Mayr. Die Arbeiten erfolgen  abschnittsweise im sogenannten „Pilgerschrittverfahren“, um dem verwendeten Beton Zeit zum Aushärten zu geben.

„Sowohl für den Verbau der Baugrube, als auch für die Unterfangung der Scheue gilt, dass wir in zwei Abschnitten in die Tiefe graben“, sagt Mayr. Das habe statische Gründe, weil der obere Teil jeweils gesichert werden müsse, bevor man weiter in die Tiefe arbeite. „Mit dem ersten Abschnitt sind wir jeweils fast fertig, sodass in den kommenden Wochen wieder die Bagger für den Aushub des zweiten Abschnitts rollen.“