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Letzte Aktualisierung: 03.07.2020

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Hofheims Bürgermeister Vogt dankt für Riesenwelle der Hilfsbereitschaft

von Adolf Albus

(19.06.2020) „Die Corona-Hilfe und die Aktion ,Bürger nähen für Bürger‘ sind beste Beispiele dafür, wie Hofheimerinnen und Hofheimer in diesen schwierigen Tagen zusammenstehen“, zieht Bürgermeister Christian Vogt ein vorläufiges Fazit für die beiden Projekte unter dem Dach der Stadt Hofheim.

Für ihr Engagement hat der Rathaus-Chef allen Ehrenamtlichen bereits gedankt. „Ich möchte meinen Dank an diese aktiven Frauen und Männer aber noch einmal ganz öffentlich aussprechen, weil sie – wie viele andere auch – unsere Botschaft #hofheimstehtzusammen in den vergangenen Wochen in den Alltag umgesetzt haben“, so Vogt.

Beim Projekt „Corona-Hilfe“ vermittelt die Stadt Hofheim Hilfsangebote und -gesuche und konnte dabei auf stabile bestehende Netzwerke in der Stadt zurückgreifen. Bürgerinnen und Bürger können sich über die zentrale Telefonnummer 06192 / 2020 oder per Email an coronahilfe@hofheim.de zu verschiedenen Anliegen beraten lassen bzw. werden an entsprechende Fachstellen weitergeleitet. Auch Menschen, die ihre Hilfe anbieten wollten, konnten sich über diese Rufnummer oder Email-Adresse melden.

„Wir hatten knapp 160 Kontakte per Telefon und Email. Davon waren elf Hilfegesuche, bei denen es überwiegend um Hilfe beim Einkaufen ging. Wir konnten alle erfolgreich vermitteln“, berichtet Bürgermeister Vogt. Die überwiegende Zahl der Kontakte waren also Menschen, die ihre Hilfe angeboten haben.

„Das war eine Riesenwelle der Hilfsbereitschaft, die mir einmal mehr zeigt, dass in Hofheim die Gemeinschaft sehr gut funktioniert, dass die Menschen Anteil nehmen und aktiv werden. Die Corona-Hilfe hat aber auch belegt, dass wir sehr gute Versorgungsstrukturen haben und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen sozialen und kirchlichen Einrichtungen, Vereinen und Ehrenamtlichen hervorragend funktioniert“, so Vogt.

Die Corona-Hilfe ist unter den genannten Kontakten weiterhin für alle zu erreichen, die Hilfe benötigen – etwa beim Einkaufen oder beim Arztbesuch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung beantworten jedoch keine medizinischen oder rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, und sie prüfen auch keine Hygienekonzepte.

Bei der Aktion „Bürger nähen für Bürger“ waren Hofheimerinnen und Hofheimer – als Mund-Nasen-Schutz noch Mangelware war – aufgerufen, aus gespendeten Stoffen nach einheitlicher Anleitung möglichst viele Mund-Nasen-Schutzmasken zu nähen. Bisher wurden im Bürgerbüro mehr als 930 Masken für 3 Euro pro Stück verkauft. Der Erlös kommt der Bürgerstiftung Hofheim für karitative Projekte zugute.

Privatleute und Unternehmen hatten für die Aktion mehrere hundert Meter Stoff, Nähgarn und Draht gespendet. Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsverband Hofheim, haben die Stoffe sortiert, gewaschen und an die 24 ehrenamtlichen Näherinnen im Stadtgebiet Hofheim geliefert. Diese ließen ihre Nähmaschinen heiß laufen und nähten rund 1.400 Masken. Die DRK’ler prüften diese, verpackten sie und lieferten sie ins Rathaus. Insgesamt rund 300 ehrenamtliche Helferstunden und knapp 770 gefahrene Kilometer investierte der DRK Ortsverband Hofheim in diese Aktion.

„Allen, die sich für ,Bürger nähen für Bürger‘ eingesetzt haben, sage ich ein herzliches Dankeschön. Im Bürgerbüro gibt es übrigens noch Masken. Wer möchte, kann also die Aktion und damit die Bürgerstiftung noch unterstützen“, informiert der Bürgermeister.