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Letzte Aktualisierung: 18.06.2021

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Hochsaison für Gräserpollen

von Ilse Romahn

(08.06.2021) Im Mai und Juni fliegen laut Pollenkalender besonders viele Gräserpollen durch die Luft. Patienten mit Heuschnupfen leiden dann besonders. Zu den typischen Beschwerden gehören juckende, gerötete und tränende Augen, verstopfte Nase und ständiger Neesreiz sowie Halskratzen.

Eine Pollenallergie kann sich jedoch auch durch Hautrötungen, Schwellungen im Gesicht, Kopfschmerzen und Erschöpfung bemerkbar machen. Ob und welche Allergie hinter den Beschwerden steckt, klären Labortests, so das IPF.

„Etagenwechsel“ vermeiden: Diagnostik unverzichtbar für Asthmaprävention
Heuschnupfen ist die am häufigsten auftretende Allergie hierzulande. 15 Prozent der Erwachsenen erhalten im Laufe ihres Lebens die Diagnose Heuschnupfen. Die Allergie entsteht, wenn das Immunsystem des Körpers die harmlosen Eiweiße der Pollen für gefährliche Krankheitserreger hält. Es bildet Antikörper (Immunoglobuline, IgE), die beim Kontakt mit dem Allergen große Mengen Histamin freisetzen. Die fälschlicherweise produzierten Antikörper ermöglichen jedoch auch die Diagnose: Labormediziner testen eine Blutprobe auf IgE-Antikörper. Erhöhte Werte sprechen für eine Allergie. Die Analyse von spezifischen IgE-Antikörpern (sIgE) hilft dabei, den auslösenden Stoff genauer zu bestimmen. Steht die Diagnose, senkt eine spezifische Immuntherapie das Risiko, dass aus dem Heuschnupfen später Asthma wird.

Kreuzallergien erkennen
Mitunter ähneln sich die Allergene so sehr, dass der Organismus sie nicht mehr unterscheiden kann. So können Menschen mit Gräserpollenallergie auch allergisch auf Hülsenfrüchte oder auf Obst wie Honig- und Wassermelonen reagieren. Um solche Kreuzallergien zu entdecken, nutzen Labormediziner molekulardiagnostische Labortests. Mit ihrer Hilfe messen sie aus einer Blutprobe einzelne Bestandteile eines Allergens und identifizieren das krankmachende Protein. Dies ist etwa wichtig für die richtige Therapie – schließlich müssen die Ärzte wissen, welche Allergie den Beschwerden eigentlich zugrunde liegt.

Weitere Informationen enthalten der Beitrag „Im Fokus: Allergie“ sowie das gleichnamige Faltblatt. Es kann kostenlos unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen oder bestellt werden. Weitere Bestellmöglichkeit: IPF-Versandservice, Postfach 12 44, 63552 Gelnhausen. Dabei unbedingt Titel, Namen und vollständige Adresse angeben.