Hildegard Knef: Zum 100. Geburtstag im DFF
Im Januar führt das Kino des DFF seine Hommage an Hildegard Knef mit drei Filmen fort. Mit Billy Wilders FEDORA ist dabei auch eine Arbeit aus dem Spätwerk der Schauspielerin zu sehen.
Foto: www.dff.film.
Dienstag, 6. Januar, 18:00 Uhr "Illusion in Moll"
BRD 1952. R: Rudolf Jugert. D: Hildegard Knef, Sybille Schmitz, Hardy Krüger, Maurice Teynac, Nadja Tiller. 101 Min.
Die wohlhabende, verwitwete Hotelbesitzerin Maria Alsbacher (Sybille Schmitz) verliebt sich in einen charmanten Bandleader, ohne zu realisieren, dass er lediglich hinter ihrem Geld her ist. Als sie beschließt, den Mann zu heiraten, setzen ihr Sohn (Hardy Krüger) und dessen schwer kranke Frau (Hildegard Knef) alles daran, Maria von der Eheschließung abzuhalten. Das eindringlich gespielte, melancholische und elegante Melodram handelt von Einsamkeit und der Anziehungskraft von Illusionen.
Dienstag, 13. Januar, 18:00 Uhr "Geständnis unter vier Augen"
BRD 1954. R: André Michel. D: Hildegard Knef, Carl Raddatz, Ivan Desny. 99 Min.
Während einer Recherche lernt die Journalistin Hilde den Industriellen Marmara kennen, welcher ihr eine Halskette schenkt. Sie erkennt das Schmuckstück sofort wieder, denn die Kette hatte ihr vor dem Krieg selbst gehört; sie hatte sie damals bei ihrem Vater zurückgelassen. Obwohl sie in Marmara verliebt ist, hegt sie Zweifel an der Geschichte, die dieser ihr erzählt, und recherchiert weiter. GESTÄNDNIS UNTER VIER AUGEN ist ein bemerkenswerter westdeutscher Kriminalfilm, weil er – mit dem Blick eines französischen Regisseurs – das Milieu der 1950er Jahre treffend und glaubhaft einfängt und weil er dabei Fragen nach Schuld und Verstrickung in die Nazi-Diktatur unaufdringlich, aber deutlich thematisiert. Hildegard Knef überzeugt in einer ihrer besten Rollen.
Dienstag, 20. Januar, 18:00 Uhr FEDORA
BRD/Frankreich 1978. R: Billy Wilder. D: Marthe Keller, William Holden, Hildegard Knef, José Ferrer, Mario Adorf. 114 Min. 35mm. engl. OF
Der berühmte Filmstar Fedora führt seit Jahren ein zurückgezogenes Leben auf Korfu und ist nur von einem kleinen, vertrauten Kreis umgeben. Darunter sind eine alte Gräfin und ein bizarrer Schönheitschirurg, der Fedora von der Außenwelt abschirmt. Doch dann taucht der ehemals erfolgreiche Hollywood-Produzent Detweiler auf, mit dem Fedora einst eine kurze Affäre hatte. Er will sie für eine Neuverfilmung von Anna Karenina gewinnen, erfährt dann aber, dass die Diva gegen ihren Willen auf Korfu festgehalten wird. FEDORA gilt als lose Fortführung von SUNSET BOULEVARD, ist aber satirischer und parodistischer als der Vorgänger. Hildegard Knef tritt erst gegen Ende auf, allerdings in einer sehr markanten Rolle.
DFF, Schaumainkai 41, Frankfurt www.dff.film.
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