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Heuschnupfen: Molekulardiagnostik kann allergisches Asthma verhindern

Spätestens ab April fliegen sie wieder häufiger: Pollen von Bäumen, Blüten und Gräsern. Für viele Menschen mit Allergie beginnt dann die Heuschnupfenzeit. Ob juckende Nase und tränende Augen tatsächlich auf eine Pollenallergie zurückgehen, zeigen Allergietests aus dem Labor.

 Heuschnupfen rechtzeitig zu diagnostizieren und konsequent zu behandeln schützt Betroffene davor, dass sich aus der Allergie ein Asthma entwickelt.

Diagnose mit Antikörpern
Heuschnupfen ist die häufigste Allergie in Deutschland. Datenerhebungen des Robert Koch-Instituts zufolge diagnostizieren Ärzte die Pollenallergie bei 15 Prozent der Erwachsenen hierzulande. Zudem erkranken neun Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland an Heuschnupfen. Das Immunsystem der Betroffenen bekämpft die harmlosen Eiweiße der Pollen wie gefährliche Krankheitserreger. Das dabei vom Körper freigesetzte Histamin führt zu typischen Symptomen wie zum Beispiel juckende Augen und geschwollene Schleimhäute der Atemwege. Welche Pollen tatsächlich die Beschwerden auslösen, können unter anderem molekulardiagnostische Bluttests auf bestimmte Antikörper zeigen: Finden Labormediziner keine für bestimmte Pollen spezifische Antikörper (IgE) im Blut, lässt sich eine Allergie gegen diese weitgehend ausschließen.

Allergie-Auslöser genau bestimmen
Atemwegsallergien wie Heuschnupfen können mit der Zeit zu allergischem Asthma werden. Eine spezifische Immuntherapie hilft dabei, dieses Risiko zu verringern. Sie zielt darauf, das Immunsystem gegen die Hauptallergene zu stärken und kann so eine Asthmaerkrankung verhindern. Manche Pollen besitzen allerdings neben dem Haupt- auch noch sogenannte Nebenallergene. Lösen diese den Heuschnupfen aus, wirkt die Therapie nicht so gut. Dank molekularer Allergiediagnostik lässt sich jedoch genau bestimmen, ob Patienten auf Haupt- oder Nebenallergene reagieren.

Weitere Informationen enthalten der IPF-Beitrag „Im Fokus: Allergie“ sowie das gleichnamige IPF-Faltblatt. Es kann kostenlos unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen werden.