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Letzte Aktualisierung: 03.12.2021

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Hessischer Verdienstorden für Barbara von Stechow

„Kultur und Völkerverständigung sind ihr Herzensangelegenheiten“

von Ilse Romahn

(24.11.2021) Barbara von Stechow ist ein Vorbild für bürgerschaftliches Engagement. Sie hat sich seit mehr als drei Jahrzehnten in außergewöhnlicher und vorbildlicher Weise für die Kultur, die Gesellschaft und die Völkerverständigung eingesetzt. Hessens Finanzminister Michael Boddenberg überreichte Frau von Stechow die Auszeichnung des Ministerpräsidenten im Rahmen einer Feierstunde.

„Barbara von Stechow trägt seit mehreren Jahrzehnten durch ihr außerordentliches persönliches Engagement zur deutsch-amerikanischen Völkerverständigung bei, sie engagiert sich in großem Maße für Soziales und in der Kultur. Viele Projekte, persönliche Begegnungen und berufliche Verbindungen sind durch ihr Engagement entstanden. Frau von Stechow versteht es hierbei aufgrund ihres internationalen Hintergrunds und ihres diplomatischen Geschicks immer wieder, zum Wohle der Gesellschaft Förderer zu gewinnen und neue Netzwerke zu entwickeln“, führte Minister Boddenberg anerkennend aus.

Barbara von Stechow wuchs als Tochter des US-amerikanischen Bankiers Herbert H. Jacobi und seiner deutschen Frau Josefine in Frankfurt und New York auf, wo sie ihr internationales Abitur im Jahr 1977 an der United Nations School in New York City absolvierte, studierte Kunstgeschichte und Germanistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und gründete im Jahr 1995 ihre eigene Kunstgalerie im Frankfurter Westend, in der sie sich, nicht zuletzt aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrungen aus zwei Kulturkreisen, schwerpunktmäßig der Förderung amerikanischer Künstler widmet. Darüber hinaus berät Frau von Stechow seit Beginn ihrer Galeristinnen-Tätigkeit zahlreiche Kunststiftungen und unterstützt Stipendienangebote zur Förderung junger Künstler.

Seit 2008 engagiert sich Barbara von Stechow als Mitglied im Frankfurter Kultur Komitee (FraKK) e.V., das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Frankfurt am Main als Stadt im Herzen Europas und als Stadt des Euros zu fördern und zukünftig auch als Stadt der Europäischen Jugend auszubauen und in der internationalen Wahrnehmung zu verankern. Von 2002 bis 2018 war Frau von Stechow Vorstand des Landesverbandes der Galerien in Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie ist Mitglied der Frankfurter Künstlerhilfe, die seit mehr als 20 Jahren jungen Künstlern aus der Region beim Start in die Unabhängigkeit hilft und ältere unterstützt. Über 200 Künstler wurden bisher gefördert.

„Frau von Stechow versteht es auch, Kunst öffentlich in Szene zu setzen und mit Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu verbinden“, erkennt Minister Boddenberg an. So war sie Beraterin bei der Planung öffentlicher Kunstprojekte, wie der Installation von 3.000 Hessischen Löwen des Künstlers Professor Ottmar Hörl im Jahr 2007 in Wiesbaden vor der Hessischen Staatskanzlei oder plante und organisierte die Gastgeschenke in Form einer Goethe Büste des vorgenannten Künstlers für die Wirtschaftsförderung Frankfurt am Main „Frankfurt meets New York“. Ausschlaggebend für dieses Engagement war ihre Mitwirkung beim Besuch der damaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Dr. Petra Roth, beim New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani.

Frau von Stechow ist auch Mitglied im 1956 gegründeten Union International Club (UIC), einem gemeinnützig eingetragenen Verein zum Zwecke der Völkerverständigung sowie der Pflege und Erhaltung historischer Gebäude. Mitglieder aus rund 40 Nationen, die in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur tätig sind, machen den UIC zum Spiegelbild der internationalen Gesellschaft der Rhein-Main-Metropole, aus dem sich zahlreiche Förderungen, Projekte und Synergien für die Region und das Land Hessen ergeben. Seit 1987, also etwas mehr als drei Dekaden, gehört Frau von Stechow dem Vorstand des UIC an, den sie Jahrzehnte als Vizepräsidentin begleitete und seit 2013 als Präsidentin führt. Sie verantwortet alle Wohlfahrtsprojekte sowie die Integration junger ausländischer Familien in ihre neue Umgebung, die internationalen Beziehungen sowie die Öffentlichkeitsarbeit des Clubs. „Durch ihr maßgebliches Engagement und ihre Initiative erhielten viele soziale Projekte im Rhein-Main-Gebiet finanzielle Förderungen. So waren u.a. das Clementine-Kinderhospital, die Arche sowie der Deutsch-Sommer der Polytechnischen Gesellschaft Empfänger dieser Förderungen durch den UIC. Mit Klugheit, Durchsetzungsvermögen, erheblichen Engagement und Fingerspitzengefühl ist es Barbara von Stechow in mehr als 30 Jahren in Führungsfunktionen des UIC gelungen, den Club zu einer internationalen Begegnungsstätte am Finanzplatz Frankfurt zu entwickeln und zu positionieren. Barbara von Stechow hat sich seit mehr als drei Jahrzehnten in außergewöhnlicher und vorbildlicher Weise für die Kultur, die Gesellschaft und die Völkerverständigung in Hessen eingesetzt. Als Mittlerin und Botschafterin der „internationalen Gemeinde“ in Frankfurt trägt sie mit ihrem Einsatz wesentlich dazu bei, das Deutschlandbild auch gegenüber ausländischen Gästen positiv zu prägen“, erkennt Minister Boddenberg an.