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Hessischer Filmpreis für Matthias Brandt

Insgesamt 250 000 Euro werden vergeben

„Er gehört zu den herausragenden deutschen Schauspielern unserer Zeit. Sein Talent auf der Bühne und in unzähligen Fernsehfilmproduktionen hat ihn zu einem bekannten und beliebten Gesicht der Branche gemacht. Dass der gebürtige Berliner auch im Staatstheater Wiesbaden und am Schauspiel in Frankfurt aufgetreten ist, erfüllt uns mit Stolz“, würdigte Ministerpräsident Volker Bouffier den Künstler, der ihm am 12. Oktober in der Alten Oper den Ehrenpreis für seine Leistungen als einer der besten Charakterdarsteller Deutschlands überreichen wird.
An der Pressekonferenz nahmen teil (v.l.n.r.): Boris Rhein, Minister für Wissenschaft und Kunst, Hans-Joachim Mendig, Geschäftsführer Hessen Film – und Media GmbH, Christel Schmidt, hr
An der Pressekonferenz nahmen teil (v.l.n.r.): Boris Rhein, Minister für Wissenschaft und Kunst, Hans-Joachim Mendig, Geschäftsführer Hessen Film – und Media GmbH, Christel Schmidt, hr
Foto: Karl-Heinz Stier
Matthias Brandt
Matthias Brandt
Foto: Mathias Bothor

Kunst- und Wissenschaftsminister Boris Rhein, der dies in Frankfurt bei der Bekanntgabe der ersten Nominierungen und Ehrenpreisträger des diesjährigen Hessischen Film– und Kinopreise verkündete, wies darauf hin, dass das Preisgeld mit fast 250 000 Euro in diesem Jahr so hoch sei wie nie zuvor. Die Erhöhung um rund 500 000 Euro kommt ausschließlich den Kinopreisgeldern zugute.

Seine eigene Auszeichnung, den mit 7500 Euro dotierte Newcomerpreis, geht an die Produzentin und Filmemacherin Isabel Gathof.  Sie realisierte schon während ihres Studiums studentische dokumentarische und fiktionale Kurzfilmprojekte und arbeitete als Produktionsleiterin. Später gründete sie die eigene Filmproduktionsfirma „Feinshmeker Film“ und kehrte in ihre Heimatstadt Hanau zurück, wo sie ihre Arbeit als Filmemacherin und Produzentin in Personalunion fortsetze. „Ihr Kinodebüt ‚Moritz Daniel Oppenheim‘ ist ein ausgezeichneter und außergewöhnlicher Film, der das Wirken des ersten jüdischen Malers in einen gesellschaftlich-politischen relevanten Kontext stellt. Vier Jahre dauerte die Produktion, die sie mit überwiegend eigenen Mitteln finanzierte und mit viel Herzblut realisierte“, so  Minister Rhein.

In diesem Jahr wird außerdem ein Sonderpreis für herausragende Einzelleistung eines Filmprojekts verliehen. Er geht an die Serie „Bad Banks“. Lisa Blumenberg wagte sich an das komplexe Thema Investment heran, um es einem größeren Publikum näher zu bringen und hat die Strahlenkraft der Frankfurt Metropole  „wunberbar in Szene gesetzt“ – sagte Boris Rhein. Das gelte auch für die Hauptdarsteller Paula Beer, Desiree Nosbusch und Barry Atsma.

Folgende Nominierungen wurden in den weiteren Kategorien bekannt gegeben:
In der Kategorie Spielfilm: Atlas (Regie: David Nawrath), Arthur & Clair (Regie: Miguel Alexandre) und Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm (Regie: Joachim A. Lang)

In der Kategorie Dokumentarfilm: Die Akte Oppenheimer (Regie: Ina Knobloch)  Eingeimpft (Regie: David Sieveking) und Unzertrennlich (Regie: Frauke Lodders).

Dotationen in beiden Bereichen je 5 000 Euro.

In der Kategorie Beste Schauspielerin/Beste Schauspieler sind im Rennen:
bei den Damen: Paula Beer (Bad Banks), Britta Hammelstein (Ferien) und Lena Urzendowski (der große Rudolph)
bei den Männern: Matthias Brandt (Toulouse), Golo Euler (Tatort – Unter Kriegern und Thomas Schmauser (Der große Rudolph)

Diese beiden Preise sind undotiert.