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Letzte Aktualisierung: 20.05.2022

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Hessischer Erdbeerpreis nahezu gleich geblieben

Meta I. aus Pfungstadt neue Erdbeerkönigin

von Karl-Heinz Stier

(06.05.2022) Die Erdbeerbauern in Hessen geben sich für die Saison 2022 optimistisch. Die Entwicklung der Erdbeerbestände ist durch die warme Phase im Februar und März sehr schnell vorangeschritten. Sie wurde aber durch die kalten Nächte im April leicht gebremst. Die Nachtfröste an den ersten beiden Aprilwochenenden haben nur zu leichten Schäden an den Freilandbeständen geführt.

Bildergalerie
Die diesjährige Erdbeerernte erläuterten (v.l.n.r.( ): Reiner Paul, Andreas Klein, Ministerin Priska Hinz und Marcus Mager
Foto: Karl-Heinz Stier
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Zahlen und Fakten über hessische Erdbeer-Betriebe
Foto: Karl-Heinz Stier
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Die neue Erdbeerkönigin Meta I.
Foto: Karl-Heinz Stier
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In den Tunneln sind die Pflanzen besser durch die kalten Nächte gekommen – so erläuterte Andreas Klein vom hessischen Landesvorstand für Erwerbsobstbau e.V. die aktuelle Situation auf den Feldern.

Dass die Natur keinen negativen Einfluss brachte, beruhigte Erdbeerbauern, nicht jedoch die Kostenentwicklung. Sie stellte die regionalen Betriebe vor großen Herausforderungen. „Die Kostenexplosion wie Energie, Dünger, steigende Mindestlöhne auf 10, 70 Euro und weitere Materialien haben den Bauern höhere Kosten zwischen 5 und 10 Prozent zu schaffen gemacht, nur durch effizientes Arbeiten, Einkaufskooperationen und andere Einsparungen ist der Erdbeerpreis nahezu stabil geblieben“, betonte Reiner Paul vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer. Er rechnet mit einem durchschnittlichen Plus von etwa zehn Prozent, was in der Realität heißt, dass eine Schale von 500 Gramm zwischen 4.50 und 4.90 Euro derzeit kostet. 60 Prozent der Ernte werde zwischen Mai und Juli verkauft.

Staatsministerin Priska Hinz wies darauf hin, dass in Hessen 2021  169 Betriebe auf 1140 Hektar 8 460 Tonnen Früchte geerntet haben. Die meisten im Freiland, rund 30 Prozent unter Folien. Sie rief die Verbraucher dazu auf, heimische Produkte zu kaufen. „Da die Erdbeeren nicht nachreifen, sollten sie im reifen Zustand verzehrt werden, da schmecken sie am besten. Später können sie matschig und faul werden wie es oft bei importierte Ware vorkommen kann.“ Eine starke Konkurrenz sind dabei holländische Konkurrenten, die ihre Ware zu günstigen Preisen in den Märkten anbieten.

Zusammen mit Meta I. eröffnet sie offiziell die diesjährige Erdbeersaison auf dem Hofgut Marcus Mager in Weiterstadt. Die die neugekürte Erdbeerkönigin mit bürgerlichen Namen Meta Mönich-Schimmel ist 32 Jahre alt und von Beruf Kommunikationsdesignerin. Was die Erdbeeren angeht, so liegt ihre Vorliebe beim Verzehr vom Erdbeersahnetorte, eine Köstlichkeikt, die sie schon in ihrer Kindheit gerne gegessen habe.