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Hessischer Ehrenamtspreis für die Interessengemeinschaft Jüdischer Friedhof

Die Interessengemeinschaft Jüdischer Friedhof Bad Soden ist jetzt von der Staatskanzlei mit dem Hessischen Ehrenamtspreis für Denkmalschutz ausgezeichnet worden.
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Foto: Stadt Bad Soden am Taunus

Im Biebricher Schloss nahmen die Mitglieder der Initiative in Begleitung des Vorstandes der Gesellschaft Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit (CJZ) die Urkunde aus den Händen von Staatsminister Boris Rhein entgegen.

Für das Ehepaar Hammerbeck, Charlotte Börner und Dr. Lothar Tetzner ist der Friedhof eine Bibliothek mit vielen Gesichtern, die auf die Grabsteine gemeißelt ist. Die Grabinschriften aber sind vergänglich, ihre Verwitterung schreitet voran. Daher haben sich die Mitglieder der Initiative zusammengeschlossen, um die hebräischen und deutschen Grabinschriften, Übersetzungen der hebräischen Texte, Fotos und biographische Daten wie Beruf und Funktion der Bestatteten digital zu sichern.

Durch die Veröffentlichung aller gewonnenen Daten in der Datenbank des Landesgeschichtlichen Informationssystems Hessen (LAGIS) wird dieses Zeitzeugnis virtuell erhalten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Durch dieses Engagement leistet die Interessengemeinschaft einen wichtigen Beitrag für Anfragen zur Familienerforschung aus der ganz Welt“, sagte der Minister in seiner Ansprache.

Am Freitag, 26. Oktober 2018, 18:00 Uhr, wird LAGIS-Projektleiter Stefan Aumann im Badehaus (Alter Kurpark) mit dem Vortrag „Der Bad Sodener jüdische Friedhof digital erfasst“ das Projekt anschaulich vorstellen. Interessierte sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.