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Hessen stärkt das DECHEMA Forschungsinstitut

Das Land Hessen unterstützt das DECHEMA Forschungsinstitut (DFI) künftig mit einem Betriebskostenzuschuss von jährlich 1,5 Millionen Euro. Die Förderung soll die laufenden Forschungsaktivitäten langfristig absichern und zugleich den Umzug von Frankfurt in moderne Labor- und Büroräume nach Bad Homburg ermöglichen. Das DFI zählt zu den führenden unabhängigen Forschungseinrichtungen in den Bereichen Chemische Verfahrenstechnik, Biotechnologie und Materialforschung. Es geht um strategisch wichtig Entwicklungen in der Energiewende.

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Glücklicher Empfänger und Überreicher
Foto: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum

Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori betonte die Bedeutung der Entscheidung: „Mit der Förderung des DECHEMA Forschungsinstituts investieren wir gezielt in Hessens Innovationskraft. Hier entstehen Lösungen für nachhaltige Produktionsprozesse, neue Werkstoffe und umweltfreundliche Technologien. Der Zuschuss ermöglicht unabhängige, anwendungsnahe Forschung – davon profitieren Wissenschaft, Industrie und der gesamte Standort Hessen.“

Auch das Institut selbst sieht in der Förderung einen wichtigen Schritt. Mathias Galetz, Vorstandsvorsitzender des DFI, erklärte: „Wir danken dem Land Hessen für diese verlässliche Unterstützung. Mit den neuen Laboren in Bad Homburg und der gesicherten Finanzierung können wir unsere Forschung noch effizienter gestalten und Kooperationen mit Hochschulen und Industriepartnern weiter ausbauen. Unsere Themen – von nachhaltigen chemischen Prozessen bis zur Bioökonomie – sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“

Was der Zuschuss bedeutet – und warum der Umzug kein Abschied ist (es bleibt ja in der Nachbarschaft)

Der Betriebskostenzuschuss deckt einen Teil der laufenden Forschungs- und Betriebsausgaben des Instituts ab. Damit wird die unabhängige wissenschaftliche Arbeit in Chemie, Materialforschung, Biotechnologie und Umwelttechnik langfristig gesichert. Die Förderung gilt zunächst für die Jahre 2025 bis 2027; über eine Fortsetzung wird nach einer Evaluierung entschieden.

Für Hessen bringt die Unterstützung klare Vorteile: Die Forschungsergebnisse des DFI fließen direkt in Unternehmen und Start-ups ein, stärken Wertschöpfungsketten und liefern Lösungen für Energiewende, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Industrieprozesse. Damit bleibt das Institut ein zentraler Baustein der hessischen Innovationslandschaft.

Der Umzug von Frankfurt nach Bad Homburg erfolgt aus baulichen Gründen: Die bisherigen Gebäude verlieren ihre Betriebsgenehmigung als Laborstandort. In Bad Homburg entstehen dagegen moderne, sichere und interdisziplinär nutzbare Labore, die optimale Bedingungen für Forschung und Kooperation bieten. Und ganz ehrlich: Der Schritt ist geografisch klein, aber wissenschaftlich groß – ein Wechsel der Adresse, kein Verlust der Nähe.

Das DFI arbeitet unter anderem an elektrochemischen Verfahren für die Energiewende, an biotechnologischen Prozessen zur nachhaltigen Rohstoffnutzung sowie an neuen, korrosionsbeständigen Materialien für industrielle Anwendungen. Die Ergebnisse fließen direkt in marktreife Technologien ein und stärken Hessens Wettbewerbsfähigkeit.

Mit dem Betriebskostenzuschuss schafft das Land ein stabiles Fundament für exzellente Forschung – wirtschaftlich tragfähig, gesellschaftlich relevant und ökologisch nachhaltig.