Herz-CT: schnell, schonend und sicher
Röntgengesellschaft informiert zum "Tag des Patienten"
Die Deutsche Röntgengesellschaft e.V. stellt diese aus Anlass des heutigen Tages des Patienten vor: Erste Anlaufstelle für Patienten mit Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit ist in der Regel der Hausarzt. In der hausärztlichen Praxis wird eine gründliche Anamnese durchgeführt, in der Patienten nach Symptomen, der medizinischen Vorgeschichte und Risikofaktoren befragt werden. In der Folge wird das individuelle Risiko für Herzkrankheiten hausärztlich bewertet. Dabei werdeni Kriterien wie etwa Alter, Geschlecht und Risikofaktoren berücksichtigt. Erste grundlegende diagnostische Tests wie ein Elektrokardiogramm oder Blutuntersuchungen können ebenfalls wertvolle Hinweise auf eine Herzkrankheit geben.
Mit ihrer Ersteinschätzung übernehmen Hausärzte eine zentrale Rolle als Koordinatoren der weiteren diagnostischen Schritte. Sie tragen wesentlich dazu bei, sowohl eine Unterdiagnostik zu vermeiden als auch durch eine geeignete Abfolge diagnostischer Maßnahmen entsprechend der festgestellten individuellen Vortestwahrscheinlichkeit, das heißt der Wahrscheinlichkeit, dass eine KHK, vorliegt, etwaige Risiken diagnostischer Verfahren zu minimieren.
Von nationalen und internationalen Leitlinien empfohlen: die Herz-CT
Haben die hausärztlichen Untersuchungen eine hinreichende Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer chronischen KHK ergeben, ist für die weiterführende Diagnostik die Herz-CT (Computertomografie-Koronarangiografie) das bildgebende Verfahren der Wahl, das für Patienten zahlreiche Vorteile mit sich bringt.
So ist bei einer Herz-CT im Gegensatz zur Herzkatheteruntersuchung keine invasive Prozedur erforderlich, bei der ein Katheter in die Arterien eingeführt wird. Daher gibt es weniger Risiken für Komplikationen wie Infektionen, Blutungen oder Arterienschäden. Die Herz-CT kann unnötige invasive Herzkatheteruntersuchungen verhindern, da sie Patienten mit geringem oder keinem KHK-Verdacht identifizieren hilft. Dies reduziert die Belastung.
Vorteilhaft ist auch, dass die Herz-CT ambulant durchgeführt werden kann, was die Bequemlichkeit für die Patienten erhöht. Die Herz-CT ist meist kostengünstiger als Herzkatheteruntersuchungen, was zu erheblichen Einsparungen im Gesundheitssystem führen kann. Insgesamt ist die Herz-CT für Patienten mit Verdacht auf eine KHK eine sichere, nicht-invasive und schonende Methode zur Diagnosestellung, die eine frühzeitige Erkennung und bestmögliche Behandlung ermöglicht.
Durchführung, Befundung, Strahlenschutz: eine fachliche Domäne der Radiologie
Die Durchführung und Befundung der Herz-CT gehört zum Kern des Fachgebietes Radiologie. Radiologen sind in der Durchführung und Auswertung von CT-Untersuchungen aller Körperregionen umfassend ausgebildet. Sie arbeiten dabei stets eng mit anderen Fach- und Hausärzten zusammen, um Informationen auszutauschen und gemeinsam die beste Vorgehensweise für die Patientenversorgung festzulegen. idw.-
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