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Letzte Aktualisierung: 12.08.2020

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Hertie-Stiftung unterstützt Frankfurter Einrichtungen in Corona-Zeiten mit 300.000 €

von Ilse Romahn

(16.07.2020) Die Hertie-Stiftung unterstützt mit insgesamt 300.000 € Frankfurter Einrichtungen. Davon gehen 200.000 € in den so genannten Engagementfonds an Einrichtungen, die durch Corona in akute Notlage geraten sind oder Geld benötigen, um coronabedingte Maßnahmen zu finanzieren. Weitere 100.000 € fließen in spezielle Feriencamps für Frankfurter Jugendliche.

Eine Abfrage bei zahlreichen Institutionen und Initiativen der Stadt Frankfurt und in eigenen Netzwerken hat ergeben, dass besonders in den Feldern Bildung, Soziales, Kultur und Geflüchtete akuter Handlungsbedarf besteht. Als Zielgruppen wurden immer wieder Jugendliche, Alleinerziehende mit schulpflichtigen Kindern, Kulturschaffende oder Obdachlose genannt. Daneben sind zahlreiche Organisationen wie beispielsweise Kultureinrichtungen durch den Ausfall von Einnahmen oder soziale Einrichtungen wegen der erhöhten Nachfrage von Bedürftigen in Not. Vor diesem Hintergrund leistet die Hertie-Stiftung einen Beitrag, um unbürokratisch und effektiv vor Ort zu helfen. 

„Bundesweit gibt es viele Programme und Fördermaßnahmen, um soziale und wirtschaftliche Härten abzuschwächen, die durch die Corona-Krise entstanden sind. Dennoch rutschen viele Betroffene durch die Raster der Förderbedingungen, gerade Kultureinrichtungen oder soziale Initiativen. Hier setzen wir mit unserer Corona-Hilfe für Frankfurt an. Von den geförderten Angeboten profitieren nicht nur die Zielgruppen wie Jugendliche oder Alleinerziehende. Auch die geförderten Institutionen selbst werden beim Überbrücken finanzieller Engpässe unterstützt und können ihrerseits z. B. Trainer oder Künstler engagieren“, sagt Frank-J. Weise, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. 

Bildung zentraler Förderbereich
Durch den Ausfall von Schule, außerschulischen Bildungsangeboten und sehr schwankenden Homeschooling-Möglichkeiten besteht für viele Jugendliche, insbesondere aus benachteiligten Verhältnissen, großer Nachholbedarf an Lernstoff. Mit der Förderung der Hertie-Stiftung wird beispielsweise der Verein Zubaka e.V. mit seinen Lerncamps gezielt zugewanderte Kinder und Jugendliche mit wöchentlichen Projekteinheiten an ihrer Schule im Sommer fördern. Auch der Verein Chancenreich e.V. stockt seine mehrsprachigen Frankfurter Bücherkoffer in Grundschulen und Stadtteilbibliotheken auf und ermöglicht Kindern, in der Muttersprache gemeinsam mit ihren Eltern lesen zu üben. 

Der Evangelische Verein für Jugendsozialarbeit führt nun von Juli bis August für etwa 450 Frankfurter Jugendliche Kunst- und Sportworkshops sowie Tagesausflüge durch. Angeboten werden beispielsweise Fahrrad-Workshops, Ausflüge in den Europapark oder auch Kultur- und Kunstnachmittage. 

Hilfe für gefährdete Institutionen und Kulturschaffende
Der von der Schließung bedrohte traditionsreiche und ehrenamtliche Schwanheimer Kobelt-Zoo profitiert von der Stiftungsförderung, um weiterhin als beliebtes Ausflugsziel für Frankfurter Familien geöffnet zu bleiben und hofft auf weitere Unterstützung.

Nicht zuletzt geht eine konkrete finanzielle Unterstützung an Solo-Selbstständige aus dem Kulturbereich, denn viele der circa 5.000 Kulturschaffenden im Großraum Frankfurt haben coronabedingt keine Engagements und sind in Existenznot. Die Förderung des Verein Kulturzeiter*in ermöglicht eine finanzielle Direkthilfe, die zu 100 % an die Betroffenen geht.

Gemeinnützige Hertie-Stiftung    www.ghst.de