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„Hell, wie die Nacht – vom artengerechten Umgang mit Kunstlicht“

Abschließender Themenabend der Reihe „Stadtnatur kann’s! Gemeinsam lebenswerte und zukunftsfähige Städte gestalten“ am 2. September, 19.30 Uhr im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt

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Hell, wie die Nacht
Foto: www.senckenberg.de/reihe-stadtnatur

Wo künstliches Licht die Nacht erhellt, gibt es auch Schattenseiten: Was für Menschen Sicherheit und Orientierung schafft, kann für die Natur zur Belastung werden. Zugleich stellt sich die Frage, wie viel künstliches Licht eine lebenswerte Stadt tatsächlich braucht – und ob weniger manchmal mehr ist. Beim abschließenden Themenabend der Senckenberg-Reihe „Stadtnatur kann’s! Gemeinsam lebenswerte und zukunftsfähige Städte gestalten“ geht es um einen bewussteren Umgang mit Kunstlicht und die Frage, wie sich die Bedürfnisse von Mensch und Natur in der Stadt miteinander verbinden lassen. Drei Experten aus Architektur, Biologie und Kulturwissenschaft bringen dazu unterschiedliche Perspektiven ein. Eine begleitende Ausstellung und ein gemeinsamer Umtrunk runden den Abend ab.
 
Themenabend: „Hell, wie die Nacht – vom artengerechten Umgang mit Kunstlicht“ am Mittwoch, 2. September, 19:30 Uhr
Referenten: Jan Jacob Hofmann (Architekt, Klimawerkstatt Ginnheim), Dr. Annette Krop-Benesch (Biologin) und Sabine Frank (Kulturwissenschaftlerin, Sternstadt Fulda)
 
Licht macht Städte lebendig und attraktiv, und viele Menschen empfinden beleuchtete Straßen und Plätze als sicherer. Doch wo die Nacht zum Tag wird, hat das Folgen – für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen. Künstliches Licht verändert natürliche Tag-Nacht-Rhythmen, stört die Orientierung und das Verhalten vieler Arten und lässt den Sternenhimmel aus unseren Städten zunehmend verschwinden. Wie viel Licht braucht eine lebenswerte Stadt? Wo ist Beleuchtung unverzichtbar – und wo wird sie zum Problem? Wie können Architektur, Stadtplanung und Lichtgestaltung Sicherheit und Aufenthaltsqualität mit den Bedürfnissen von Mensch und Natur in Einklang bringen? Wie sieht ein sinnvoller und verantwortungsvoller Umgang mit Kunstlicht aus?

Im Mittelpunkt des Themenabends steht das Spannungsfeld zwischen urbaner Beleuchtung und Dunkelheit, das aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wird. Experten aus Architektur, Kulturwissenschaft und Biologie diskutieren, welche Auswirkungen Lichtverschmutzung auf Ökosysteme und unsere Gesundheit hat und wie ein intelligenter und naturgerechter Umgang mit Kunstlicht gelingen kann. Denn die Dunkelheit ist weit mehr als die Abwesenheit von Licht – sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil artenreicher und zukunftsfähiger Städte und somit ein zu schützendes Gut.
 
Dr. Annette Krop-Benesch, Biologin, Dozentin und Autorin zum Thema Schutz der Nacht. Sie beschäftigt sich seit 25 Jahren im Rahmen eigener Forschung und ihrer Beratungstätigkeit mit der Wirkung von natürlichem und künstlichem Licht auf die biologischen Rhythmen von Mensch und Tier. Impuls: Die Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf Natur und menschliche Gesundheit.
 
Sabine Frank, Kulturwissenschaftlerin, Initiatorin des Sternenparks Biosphärenreservat Rhön und Nachtschutz–beauftragte des Landkreises Fulda. Impuls: Wege zum Schutz der Nacht – Über den Wert der Nacht in Siedlungen und angrenzender Natur mit Handlungsbeispielen für eine intelligentere Lichtnutzung
 
Dipl. Ing. Jan Jacob Hofmann, Gründungsmitglied des Hessischen Netzwerks gegen Lichtverschmutzung, Mitarbeiter der Klimawerkstatt Frankfurt, Architekt und Energieberater sowie Preisträger des Wettbewerbs Biodiversität des Netzwerkes BioFrankfurt. Impuls: Ursachen, Grundlagen und Rahmenbedingungen guter und schlechter Beleuchtungslösungen mit Praxisbeispielen aus dem Stadtgebiet Frankfurt am Main.
 
Bei der Veranstaltung wird zudem die Ausstellung „Lichtverschmutzung“ der Organisation Paten der Nacht gezeigt. Der Abend klingt bei einem gemeinsamen Umtrunk aus.
 
Die Teilnahme wird von der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen mit zwei Fortbildungspunkten anerkannt.
 
Ort: Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt, Arthur von Weinberg-Haus, Grüner Hörsaal, Robert-Mayer-Str. 2,  Frankfurt, sowie online (nur die Vorträge, nicht die anschließende Diskussion).

Die Vortragsreihe „Stadtnatur kann’s!“ lädt dazu ein, urbane Natur neu zu denken und zeigt, wie vielfältig, überraschend und innovativ sie heute gestaltet wird. Vom winzigen Grün in Asphaltrissen zwischen Hochhäusern über Tiny Forests, essbare Städte und insektenfreundliche Grünflächen bis hin zu Schwammstadt-Konzepten und Bauen mit Bäumen – Experten aus Forschung und Praxis geben Einblicke in Strategien, neue Herangehensweisen und mutige Zukunftsbilder. Themen wie Gebäudegrün, soziale Gerechtigkeit, Gesundheit, Wildtiere in der Stadt und biodiversitätsfördernde Gestaltung erweitern den Blick auf urbane Lebensräume. Die Reihe zeigt: Stadtnatur ist mehr als nur Grün – sie ist Klimaanpassung, Oase für eine Vielfalt an Lebewesen, Gestaltungsspielraum, gesellschaftlicher Lernort und ein entscheidender Faktor für unsere Lebensqualität, jetzt und in Zukunft.

Die Reihe findet in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences statt, im Rahmen des gemeinsamen World Design Capital-Projektes „HumanNature“. Ein weiterer Kooperationspartner der Reihe ist das Umweltforum Rhein-Main, Medienpartner der Vortragsreihe sind hrINFO und die Frankfurter Rundschau. 
 
Alle Informationen zu den Vorträgen, Referenten und Themen sowie zur Online-Teilnahmemöglichkeit via Zoom finden sich hier: www.senckenberg.de/reihe-stadtnatur 

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Senckenberganlage 25, Frankfurt