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Letzte Aktualisierung: 13.04.2021

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Helaba mit gutem operativem Ergebnis 2020

Konzernergebnis liegt bei 223 Mio. Euro

von Karl-Heinz Stier

(25.03.2021) Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen konnte trotz Corona-bedingter Belastungen im Geschäftsjahr 2020 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Das IFRS-Ergebnis vor Steuern erreichte 223 Mio. Euro (Vorjahr: 518 Mio. Euro). Nach Steuern lag das Konzernergebnis bei 177 Mio. Euro (Vorjahr: 470Mio. Euro).

„Das operative Geschäft ist insgesamt gut gelaufen. Dank unseres strikten Kostenmanagements konnten wir den Trend steigender Kosten stoppen. Parallel sind die Bewertungseffekte, die unser Halbjahresergebnis erheblich belastet hatten, erwartungsgemäß deutlich zurückgelaufen. In Summe können wir rückblickend mit dem erzielten Jahresergebnis zufrieden sein“, ordnet Thomas Groß, Vorsitzender des Vorstandes der Helaba, das Konzernergebnis ein.

Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 im Überblick
Der Provisionsüberschuss legte deutlich um 40 Mio. Euro auf 435 Mio. Euro (2019: 395 Mio. Euro)zu, während der Zinsüberschussmit 1.172 Mio. Euro leicht unter Vorjahresniveau lag (2019: 1.191 Mio. Euro). Die Erträge aus vermieteten Immobilien bewährten sich erneut als stabile und verlässliche Ertragskomponente. Sie lagen im Berichtszeitraum bei 215 Mio. Euro (2019: 214 Mio. Euro). Parallel konnte der Trend stetig steigender Kosten gestoppt werden. Die Organisationsstruktur der Bank in 2020 wurde verschlankt sowie Maßnahmen zur Kostensenkung umgesetzt.

Darüber hinaus konnten IT-und Beratungsaufwendungen zurückgefahrenwerden. Insgesamt ging der Verwaltungsaufwand zurück auf -1.468 Mio. Euro (2019: -1.521 Mio. Euro). Dank der guten Portfolioqualität hat die Helaba bislang keine nennenswerten Kreditausfälle zu verbuchen. Aufgrund der in 2021 zu erwartenden Ausfälle hat die Bank ihre Risikovorsorge 2020 jedoch vorausschauend und auskömmlich auf insgesamt -305 Mio. Euro erhöht (2019: -86 Mio. Euro) und sieht sich damit gut vorbereitet. Die Helaba verfügt auch künftig über ausreichend Kapital, um ihren Kunden weiterhin zur Verfügung zu stehen. Die Konzernbilanzsumme ist um 12,3 Mrd. Euro auf 219,3 Mrd. Euro gestiegen.

Entwicklung in den Geschäftssegmenten
Bei den Immobilien lag das Vorsteuerergebnis in einem herausfordernden Umfeld mit 252 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (2019: 257 Mio. Euro). Das Segment Retail & Asset Management legte leicht zu auf 202 Mio. Euro (2019: 195 Mio. Euro). Hierzu trugen insbesondere die Frankfurter Bankgesellschaft, die Helaba Invest, die Frankfurter Sparkasse und die LBS bei. Zudem lieferten die Mieterträge aus Wohnimmobilien der GWH, die diesem Segment zugeordnet sind, unverändert einen stabilen Ergebnisbeitrag. Bei der WIBank lag das Vorsteuerergebnis aufgrund der positiven Entwicklung im Fördergeschäft mit 33 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau(2019: 26 Mio. Euro). In der Corona-Pandemie hat die WIBank in 2020 die hessische Wirtschaft im Auftrag des Landes Hessen  mit spezifischen Förderprogrammen unterstützt. Sie erteilte Förderzusagen von insgesamt 236 Mio. Euro für rund 7.600 an hessische Unternehmen.

Weiterentwickelte strategische Agenda
„Die Helaba hat 2020 genutzt, um die Weichen für eine weitere erfolgreiche Entwicklung zu stellen. Mit der weiterentwickelten strategischen Agenda und den darin angestoßenen Initiativen sind wir gut auf die anstehenden Herausforderungen eingestellt“, bekräftigt Thomas Groß. So hat sich die Helaba folgende langfristigen Ziele gesetzt:

Ein Konzernergebnis vor Steuern im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Ein Provisionsergebnis von mindestens 500 Mio. Euro mit dem Ziel, das Zinsergebnis und die nichtzinstragenden Ergebnisbestandteile insgesamt in eine ausgeglichene Balance zu bringen.

Die Steigerung des Verbundnutzens, mit dem Ziel, die Helaba noch fester in die Sparkassen-Finanzgruppe einzubinden.

Prognose für 2021
Für das laufende Geschäft zeigt sich Thomas Groß optimistisch - wenn auch dieses noch massiv durch die Corona-Pandemie geprägt sein wird. „Strategisch haben wir die Weichen richtig gestellt, auch wenn das Zinsniveau auf einem historischen Tiefpunkt verbleibt. Dennoch gehen wir davon aus, bei weitgehend unveränderter Risikovorsorge im Jahre 2021 ein Ergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau erreichen zu können“.