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Letzte Aktualisierung: 01.03.2021

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Heimatkundliche Sammlung Kriftel: Neue Schenkungen eingegangen

von Adolf Albus

(11.02.2021) „Wilfried Krementz dokumentiert seit mehr als 25 Jahren ehrenamtlich und in vorbildlicher Weise die Historie von Kriftel. Das ist mit großem zeitlichem Aufwand verbunden. Mit seiner intensiven Betreuung hat er die Bedeutung der Heimatkundlichen Sammlung in der ehemaligen Remise der Hofreite an der Schulstraße weiter gesteigert“, lobt Bürgermeister Christian Seitz.

 „Er tritt mit außerordentlichem Engagement im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für die Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger ein.“ Der Jahresbericht 2020 des Gemeindearchivars war zur Vorbereitung der Sitzungsrunde und die Sitzung der Gemeindevertreter am 11. Februar an die Gemeindevertreter versendet worden.

Wegen der Corona-Pandemie musste das Museum im März 2020 für Besucher geschlossen werden. „Trotzdem habe ich versucht, Anfragen zu beantworten und Wünsche nach Einsicht von Unterlagen oder Fotos zu ermöglichen“, so Krementz in seinem Jahresbericht. Besuche habe er aufgrund des anhaltend sommerlichen Wetters einfach in den Innenhof des Museums verlegt. Da er immer wieder in der Gemeinde auf die Öffnung des Museums angesprochen worden sei und im Spätsommer bereits umliegende Museen wieder geöffnet hatten, wurde auf seine Initiative hin gemeinsam mit dem Ordnungsamt ein Hygienekonzept erarbeitet. So konnte das Museum ab November wieder seine Türen für Besucher öffnen.

„Erstaunlich ist, dass wir trotz Corona wieder Zuwendungen erhalten haben“, freut sich Krementz. „Manchmal werden Schenkungen direkt ins Museum gebracht, meist hole ich sie aber bei den Spendern ab.“ Durch die Kontaktbeschränkungen konnte er zwar keine Schulklassen, Vereine oder Gruppen durch das Museum führen, dennoch war Krementz nicht untätig: Im Januar hielt er für das Kulturforum im Rat- und Bürgerhaus einen gut besuchten Lichtbildervortrag zum Thema „Geschichte des Ziegeleiparks Kriftel: Ziegeleien, Flakstellung, Sondermülldeponie“. Der Ende März im evangelischen Gemeindehaus geplante Vortrag über „Die Einführung der Reformation in Kriftel und die Rekatholisierung“ viel dann leider dem Corona-Lockdown zum Opfer. Er wird zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt. Über die ersten Quellen der Landwirtschaft in Kriftel, der Viehzucht und den Beginn des Obstbaus in Kriftel sprach der Gemeindearchivar im September 2020 vor vielen Interessierten im katholischen Gemeindehaus.

Auch für das Jahrbuch des Main-Taunus Kreises 2021 hat Krementz wieder einen interessanten Beitrag geschrieben: Diesmal setzt er seine im vergangenen Jahrbuch begonnene Abhandlung zur „Herrschaftlichen Papiermühle zwischen Kriftel und Hofheim“ fort. Neben der Betreuung des Museums bestückt Wilfried Krementz zusammen mit seiner Frau außerdem regelmäßig die Vitrine im Rat- und Bürgerhaus mit verschiedenen Exponaten. Diese können die Bürger zwar zurzeit nicht bewundern, da das Rathaus für die Öffentlichkeit geschlossen ist, aber die Mitarbeiter der Verwaltung schauen immer wieder gerne hinein.