MTK-News

Heimat- und Geschichtsverein Wildsachsen unterwegs

Mit zwei außergewöhnlichen Zielen hatte sich der HGV Wildsachsen für den diesjährigen Ausflug etwas Besonderes einfallen lassen. Zum Ersten ging es morgens in die Keltenwelt auf den Glauberg und zum Zweiten nachmittags in das Museum der 50ger Jahre nach Büdingen.

Pünktlich zur Abfahrt mit dem fast nagelneuen Bus des Unternehmens, das immer nette Menschen transportiert, kam der Gewittersturm mit dem benötigten Regen. Trotzdem waren alle Ausflügler pünktlich und brachten gute Laune mit.

Schon von Weitem konnte man das Museum mit seiner gewollt rostigen Fassade und den davorliegenden Hügel erkennen. Während der Führung im Museum erfuhren die Teilnehmer der kleine Reise vieles über die Ausgrabungen auf dem Glauberg. Leider wurde die große Steinfigur des Keltischen Fürsten beim Bergen am Bein beschädigt. Ungewöhnlich, die zweiflüglige Haube, die er trägt. Dies könne man sich nur unter dem Begriff ,,Kult,, erklären weil die Kelten keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen hätten. Schwerter, Kannen, Armreif, Halsschmuck u.v.m. haben die Grabungsexperten auch sichern können. Falls in der Zukunft Gelder für weitere Ausgrabungen freigegeben werden, kann man sicher noch viele antike Schätze freilegen und im Museum auf dem Glauberg in Vitrinen ausstellen. Interessant ist auch ein Rundgang über das Außengelände des Museums. Holzpfähle, so 14 an der Zahl zeigen den südlichen Mondaufgang. Doch hier müsse dringend noch weiter geforscht werden, so die Museumsführerin.

Nach Kelteneintopf, Beilagensalat der so groß war, dass man kaum schaffte ihn zu verspeisen, ging die Reise weiter in das Mittelalterliche Städtchen Büdingen. Hier konnte man einen Blick durch die Schaufenster einer historischen Metzgerei werfen und landete dann im 50ger Jahre Museum. Um die Musikbox zu betätigen hielt der Inhaber es Museums an der Kasse extra alte D-Mark-Stücke bereit. Er erzählte, dass er aus Hofheim stamme. Zu dem Schlager ,,Suger, Suger Baby,, von Peter Kraus gesungen, wagten zwei Ausflügler ein Tänzchen, die Stimmung war fröhlich und zu den 50ger Jahren passend. Als Kulisse dienten die Schaufensterpuppen, angezogen mit Kleidern unter denen die Petticoats zu sehen waren. Im Bad hingen über einer alten Sitzwanne noch die gewaschenen Nylonstrümpfe. Im Museum gab es unter anderem einen Lebensmittelladen der damaligen Zeit, eine Drogerie, eine komplette Wohnungseinrichtung und viele Einzelobjekte zu bestaunen.

Da Büdingen die Stadt des Märchens ,,Der Froschkönig,, ist, konnten die Ausflügler überall an Ecken, Fassaden und Brunnen einen oder mehrere Frösche entdecken. Nach einem Spaziergang durch Altstadt und Schloßgarten und einem großen Stück Torte wurde die Heimfahrt angetreten.