Heißer Sommer, gestresstes Herz
Auch wer in sehr heiße Länder reist, sollte sich darüber informieren, welche Regeln für die Einnahme täglich benötigter Arzneien zu berücksichtigen sind. Ein Medikamentenspiegel aus dem Labor kann helfen, so das IPF.
Blutdruck: Medikamentenkonzentration mit Labortests prüfen
Ist es draußen über mehrere Tage oder Wochen heiß, können Medikamente gegen Bluthochdruck den Blutdruck sogar unter die gewünschte Zielmarke drücken. Bei Schwächegefühl oder Schwindel sollten Betroffene ihn zur Kontrolle messen. Liegt der systolische Wert bei oder unter 110 mmHg, empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Arzt. Ein Labortest klärt die Wirkstoffkonzentration im Blut und hilft dabei, die individuell passende Dosis neu zu berechnen. Eigenmächtig sollten Patienten die Medikamente nicht umstellen, damit der Blutdruck bei den ersten kühleren Tagen nicht über die ursprünglichen Werte hinausschießt.
Flüssigkeit für den Kreislauf
Manche Herz-Kreislauf-Patienten benötigen entwässernde Medikamente (Diuretika). Bei Hitze sollten sie besonders darauf achten, ausreichend zu trinken. Der Grund: Zusätzlich zur entwässernden Wirkung der Diuretika verliert der Körper bei hohen Temperaturen durch Schwitzen viel Flüssigkeit und wichtige Nährstoffe. Schwindelanfälle, Kopfschmerzen und im schlimmsten Falle ein Kreislaufkollaps können die Folge sein. Wichtig: Wer Herzmedikamente nimmt, sollte seinen Flüssigkeitshaushalt nicht mit Säften aus Zitrusfrüchten auffüllen. Diese beeinträchtigen die Medikamentenwirkung. Leitungswasser schmeckt zwar nicht so gut, hat jedoch keine Nebenwirkungen.
Weitere Informationen enthalten die IPF-Faltblätter "Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf der Spur" und "Therapie nach Maß". Sie können kostenlos auf www.vorsorge-online.de heruntergeladen und bestellt werden. Weitere Bestellmöglichkeit: Postfach 12 44, 63552 Gelnhausen. Dabei unbedingt den Titel, Namen und vollständige Adresse angeben.
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