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Letzte Aktualisierung: 18.05.2022

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Hasselgrundhalle vorerst keine Notunterkunft für Flüchtlinge

von Adolf Albus

(28.04.2022) Wie die Stadt Bad Soden am Taunus in der vergangenen Woche berichtete, war die Hasselgrundhalle in der Bad Sodener Kernstadt ab dem 16. Mai 2022 zur Nutzung als Notunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine vorgesehen.

In dieser Angelegenheit wurde Bürgermeister Dr. Frank Blasch kurzfristig vom Main-Taunus-Kreis informiert, dass die Halle bis auf weiteres doch nicht benötigt wird. Grund hierfür sind aktualisierte Zahlen des Landes Hessen, nach denen ein Rückgang bei den Flüchtlingszahlen festzustellen ist.

„Dass die Hasselgrundhalle nun doch nicht genutzt werden soll, hat uns alle sehr überrascht. Aber die Dynamik eines Krieges und der damit einhergehenden Fluchtbewegungen sind nun einmal schwer vorherzusagen“, sagt Bürgermeister Dr. Frank Blasch. „Wir können nicht ausschließen, dass bei steigenden Zahlen die Hasselgrundhalle zu einem späteren Zeitpunkt doch noch als Erstaufnahmeeinrichtung herangezogen werden muss. Vor diesem Hintergrund bleiben wir vorbereitet und danken vor allem den Vereinen für ihre enorme Kooperationsbereitschaft.“

Für die Vereine bedeutet die aktuelle Entwicklung, dass die derzeitigen Belegungspläne der Hasselgrundhalle vorerst ihre Gültigkeit behalten und die Sportlerinnen und Sportler nicht auf die geplanten Alternativhallen ausweichen müssen. Für die Ferienspiele wird parallel einen Plan B erarbeitet, sodass diese uneingeschränkt stattfinden können, auch wenn es doch noch zu einer Nutzung der Halle für Flüchtlinge kommen sollte.