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Letzte Aktualisierung: 03.12.2020

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Gymnasium Römerhof bekommt einen Holzmodulbau

Endgültiges Quartier für neue Schule entsteht nach dem Vorbild des Schulcampus Westend

von Ilse Romahn

(18.11.2020) Das 2018 gegründete Gymnasium Römerhof soll möglichst zügig sein endgültiges Quartier beziehen können. Damit dies möglich wird, haben sich Baudezernent Jan Schneider und Bildungsdezernentin Sylvia Weber mit der Schulgemeinde darauf verständigt, den Neubau am Rande des Rebstockparks in der zeitsparenden Holzmodulbauweise zu errichten.

Vorbild dafür ist der 2019 fertiggestellte Schulcampus Westend an der Miquelallee, in dem das Adorno-Gymnasium und die Holzhausenschule untergebracht sind. Der erste Bauabschnitt soll im Sommer 2024 fertiggestellt sein. Dann wird Frankfurts jüngstes Gymnasium den ersten Jahrgang der Oberstufe aufnehmen.

„Eine neue Schule mit Sporthalle innerhalb von weniger als vier Jahren zu planen und zu errichten, ist eine enorme Herausforderung“, sagt Schneider. „Die Holzmodulbauweise ermöglicht nicht nur eine kurze Bauzeit, sondern schafft auch hochwertige Räume, mit denen die Nutzerinnen und Nutzer sehr zufrieden sind.“ Weber betont: „Auch wenn sich der Neubau am Schulcampus Westend orientiert, werden spezielle pädagogische Anforderungen des Gymnasiums Römerhof berücksichtigt, die in den kommenden Wochen in Workshops erarbeitet werden. Delegierte der Schulgemeinde können dabei Ideen und Vorstellungen entwickeln und konkrete Bedarfe definieren.“

Derzeit ist die Schule in einer provisorischen Stahlmodulanlage untergebracht, die im kommenden Jahr für die Jahrgänge acht bis zehn erweitert wird. Das endgültige Schulgebäude entsteht nördlich des Provisoriums auf dem heutigen Tennenplatz östlich des großen Sportfeldes. Die geplante Dreifelderhalle, die auch von Vereinen genutzt werden kann, entsteht westlich des Sportplatzes. Rund um die Halle werden zusätzliche Außensportflächen angelegt. Voraussichtlich im Sommer 2022 kann die Baustelle eingerichtet werden. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts wird die provisorische Anlage sukzessive abgebaut, um Platz für die Vollendung des endgültigen Quartiers für das sechszügige Gymnasium zu schaffen.

Die Stadt Frankfurt hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Erfahrungen mit Schulbauten aus Holzmodulen und -fertigteilen gesammelt. Neben dem Schulcampus Westend wurden das Gymnasium Nord in Westhausen und die KGS Niederrad in der zeit- und ressourcensparenden Bauweise errichtet. Die positiven Rückmeldungen aus den Schulgemeinden und Vereinen bestätigen den hohen Qualitätsstandard und das angenehme Raumklima.

Darüber hinaus erfüllen Holzgebäude alle Anforderungen an eine energiesparende Bauweise und sind sehr nachhaltig: Die 2570 Kubikmeter Holz, die an der KGS Niederrad verbaut wurden, wachsen in deutschen Wäldern innerhalb von nur elf Minuten nach. Da die Bauteile im Werk des Bauunternehmens vorgefertigt werden, reduziert sich nicht nur die Bauzeit, sondern auch die Lärmbelastung auf der Baustelle.

„Wir müssen jedes Jahr im Schnitt zusätzlich Platz für rund 2000 Schülerinnen und Schüler schaffen“, betont Schneider. „Das geht nur mit innovativen Lösungen wie der Modulbauweise.“ Weber ergänzt: „Trotz des großen Drucks stellen wir sicher, dass die Schülerinnen und Schüler in hochwertigen Gebäuden unterrichtet werden, in denen sich moderne pädagogische Ansätze verwirklichen lassen.“ (ffm)