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Guter Frühjahrsstart des Frankfurter Arbeitsmarktes setzt sich weiter fort

Über 500 arbeitslose Menschen weniger als im Vormonat

Die Statistik der Arbeitsagentur Frankfurt zählte für den April 23355 arbeitslose Menschen in Frankfurt. Zum Vormonatsvergleich war dies ein Minus von 2,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Arbeitslosenbestand sogar um 6,7 Prozent zurückgegangen. Dies liegt unter dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen lag wie im April 2017 bei sechs Prozent. Im April 2016 lag die Arbeitslosenquote noch bei 6,6 Prozent.

Daniel Lips, stellvertretender Leiter der Arbeitsagentur Frankfurt: „Mit dem demografischen Wandel wird die Zahl der Arbeitskräfte auch in Frankfurt, trotz der Tatsache, dass wir in einer wachsenden Stadt leben, schon in wenigen Jahren sinken. Zugleich spielen ältere Arbeitnehmer eine immer wichtigere Rolle für den Arbeitsmarkt. Um dieses Potenzial vollständig ausschöpfen zu können gilt es, die Jobchancen älterer Arbeitsloser zu verbessern und Erwerbsanreize sowie altersgerechte Arbeitsbedingungen und Präventionsmaßnahmen im Erwerbsverlauf zu forcieren. Fast 28 Prozent der bei uns  gemeldeten Menschen sind über 50 Jahre alt. Es ist wichtig, diese Personengruppe mit entsprechenden Fördermaßnahmen wieder in den Arbeitsmarkt zu bringen. Auch die Arbeitgeber sind gefordert, vermeintlich wettbewerbsschwächeren Personen eine Chance zu geben und diese einzustellen. Ein Eingliederungszuschuss zum Beispiel kann eine verlängerte Einarbeitungszeit ausgleichen. Auch gesellschaftlich können wir es uns nicht leisten, die Leistungsfähigkeit dieser Menschen nicht zu nutzen.

Ebenso müssen wir die Potenziale nutzen, die sich bei der Erwerbsbeteiligung und dem Erwerbsumfang von Frauen und Migranten bieten. Gerade der Integration von Flüchtlingen kommt zukünftig eine hohe Bedeutung zu. Hier geht es vor allem darum, deutsche Sprachkenntnisse zu vermitteln, Möglichkeiten zu erkennen und gezielt zu qualifizieren. Zusätzlich sind Bildungs- und Kinderbetreuungsangebote ein wichtiger Schlüssel zu einer frühzeitigen Integration und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“