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Letzte Aktualisierung: 11.06.2021

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Großer Ankauf für das Caricatura Museum

von Ilse Romahn

(22.02.2021) Dem Caricatura ist es erstmals durch den von Kulturdezernentin Hartwig neu geschaffenen Ankaufsetat möglich, Kunstwerke für die eigene Sammlung zu erwerben und diese damit zu erweitern.

„Hartwig & Frenz“
Foto: Stadt Frankfurt
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Angekauft wird ein Konvolut von 400 Zeichnungen mit den thematischen Schwerpunkten Tagespolitik und deutsche Geschichte von Greser & Lenz. Seit 1996 zeichnen sie gemeinsam regelmäßig für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und in den letzten 25 Jahren ist ein sehr umfangreiches Œuvre entstanden.

„Das Werk von Greser & Lenz ist für die Sammlung des Caricatura Museums Frankfurt von größter Bedeutung, da beide Zeichner noch mit den Mitgliedern der Neuen Frankfurter Schule zusammengearbeitet und wie keine anderen deren Geist in die tagespolitische Karikatur eingebracht haben. Für das Museum ist der Ankauf ein ganz besonderes Ereignis, weil wir nun die Sammlung in idealer Weise ergänzen können“, erklärt Hartwig.

Museumsleiter Frenz ergänzt: „Vor 25 Jahren haben Greser & Lenz dieses Genre in der FAZ revolutioniert. Mit diesem Ankauf geben wir der nächsten Generation der besten Zeichner Deutschlands in unserem Hause eine Heimat. Das Caricatura Museum Frankfurt freut sich außerordentlich darüber, dass die Dezernentin es geschafft hat, wieder einen Ankaufsetat zu etablieren. Der Ankaufsetat ist wichtig für die städtischen Museen und ich freue mich, dass wir mit Greser & Lenz einen Anfang machen können.“ Die Zeichnungen von Greser & Lenz können der politischen Tageszeitungskarikatur zugerechnet werden. Es werden weniger die Politiker selbst karikiert, sondern in einem Bild die Politik mit einer Geschichte aus dem Alltag einfacher Leute kommentiert.

2019 wurde der Ankaufsetat für die städtischen Museen in Frankfurt durch Kulturdezernentin Hartwig eingeführt. Jährlich stehen den städtischen Museen nun 1,1 Millionen Euro für Ankäufe von Kunstwerken zur Verfügung. „Dieser großartige Ankauf für das Caricatura Museum ist nur möglich, weil in Frankfurt hierfür endlich wieder ein Etat bereitsteht. Unsere öffentlichen Museen müssen als staatliche Akteure auf dem privaten Kunstmarkt handlungsfähig sein und benötigen Mittel, um ihre Sammlungen sukzessive auszubauen. Denn die Sammlungen sind das kulturelle Gedächtnis der Stadt und mehren deren Vermögen.“

Der Kultur- und Freizeitausschuss der Stadtverordnetenversammlung hatte dem Erwerb in seiner Sitzung am Donnerstag, 19. Februar, zugestimmt. (ffm)