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Letzte Aktualisierung: 17.07.2024

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Gregor Praml leitet künftig die Romanfabrik

von Ilse Romahn

(26.09.2023) Nach dem plötzlichen Tod von Michael Hohmann im vergangenen Dezember hat die Romanfabrik nun wieder einen neuen Geschäftsführer und künstlerischen Leiter. Der Veranstaltungsort im Frankfurter Osten wird ab November von dem Musiker und Kulturvermittler Gregor Praml geführt.

Kulturdezernentin Ina Hartwig begrüßt die Entscheidung: „Mit Gregor Praml hat der Vorstand der Romanfabrik eine ausgezeichnete Wahl getroffen. Gregor Praml bringt Expertise und Leidenschaft mit und ist eine feste Größe im Frankfurter Kulturleben. Mit ihm ist die Romanfabrik für die Zukunft bestens aufgestellt.“ Sie fügt hinzu: „Mein ausgesprochener Dank gilt Ruthard Stäblein, ehemaliger Literaturredakteur des Hessischen Rundfunks und Mitglied im Vorstand der Romanfabrik, der die Leitung dieser alteingesessenen Institution interimsweise übernommen hat und nun das Staffelholz an seinen Nachfolger weitergibt.“
 
Laut Vorstand wird Praml die Programmatik der Romanfabrik mit den Schwerpunkten Literatur, Musik und Debattenkultur fortführen und modernisieren. Der studierte Diplommusiker mit Hauptfach E-Bass und Kontrabass ist in der Vergangenheit mit unterschiedlichsten Projekten und Ensembles in Erscheinung getreten und war auch als freier Redakteur für den Hessischen Rundfunk tätig. Von 2016 bis 2020 hat er als künstlerischer Leiter das renommierte Weltmusikfestival Kassel verantwortet.

Innerhalb von „Jazz Connects RheinMain“ gemeinsam mit dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain hat er 2022 und 2023 die Reihen „Literatur.Jazz“ und „Solo.Jazz“ erfolgreich an unterschiedlichen Orten in der Region initiiert. Seit 2017 ist er zudem Gastgeber der Konzert-Talk-Reihe „The LOKAL Listener – Gregor Praml trifft...“, mit der er einen wichtigen Beitrag zur Kulturszene im Rhein-Main-Gebiet etabliert hat. Als Solist ist Gregor Praml Preisträger des Internationalen Sperger Kontrabasswettbewerbs 2020.

Zuletzt komponierte er die Musik zu den Tanztheaterstücken „Glanz*“, „Angsthasen“ sowie „Gänsehaut und Espenlaub“ (Choreografie: Célestine Hennermann). Für letztere beiden Produktionen erhielt er gemeinsam mit der Tanzcompany Hennermanns Horde den Kinder- und Jugendtheaterpreis Karfunkel der Stadt Frankfurt am Main 2022 – diese Auszeichnung hat er bereits 2015 gemeinsam mit Célestine Hennermann für das Stück „miniMAX“ erhalten. (ffm)