Grüne Soße Festspiele auch in diesem Jahr auf dem Frankfurter Roßmarkt
Foto: Grie Soß United e.V.
Entstanden ist die Idee der Festspiele während der Pandemie durch das Förderprogramm des Landes Hessen „INS FREIE“. Aus dem einwöchigen Grüne Soße Festival in einem Festivalzelt wurde ein Open-Air Sommerprogramm mit der Auftrittsmöglichkeit für über 200 Künstlerinnen und Künstler der Region. Dies war in Zeiten von Corona eine beachtenswerte Leistung.
Die Situation „post-corona“, Inflation und Energiekrise erfordern es nach wie vor, für die Kultur neue Wege zu gehen – gerade jetzt sind Menschen mehr denn je auf den freien Zugang zu Bildung und Kultur angewiesen. Diese Besonderheit bietet das Format der Festspiele mit der großen Herausforderung, dass die Finanzierung gestemmt werden muss.
Den gemeinsamen Anstrengungen der Stadt Frankfurt, dem Land Hessen und zahlreichen Stiftungen und Sponsoren ist es zu verdanken, ein solches Format für die Stadt auf die Beine zu stellen. „Das Grüne Soße Festival ist gelebtes Hessen und Kunst, Kultur und natürlicher Genuss. Ich freue mich, dass es gelungen ist, auch dieses Jahr die Festspiele wieder auf die Beine zu stellen,“ so Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei. „Ich freue mich sehr, dass auch die Stadt Frankfurt dezernatsübergreifend und gemeinsam entschieden hat – das ist ein gutes Zeichen für ein neues Miteinander“ so Maja Wolff. Mike Josef wird als zukünftiger Oberbürgermeister die Schirmherrschaft für die Festspiele übernehmen und hat bereits angekündigt, dass man sich zukünftig stärker um solche Kulturveranstaltungen kümmern wird. Auch die Unterstützung durch Stiftungen und Sponsoren spielt eine tragende Rolle bei der Finanzierung einer so umfangreichen Veranstaltung. Und alle haben ein gemeinsames Ziel: Grüne Soße Festspiele 2023!
Die Festspiele erzeugen positive Effekte für den Tourismus und das Stadtmarketing sowie eine Perspektive für die Innenstadtentwicklung, indem die City für mehr als 3 Wochen kulinarisch und kulturell bereichert wird. Da es sich um ein Format ohne Eintrittsgeld handelt, laden die Festspiele alle Menschen zum Verweilen in der Stadt ein. Neben den wirtschaftlichen Vorzügen, die sich daraus ergeben, werben die Festspiele für ein soziales Frankfurt, denn alle Menschen können sich den Aufenthalt leisten und haben somit einen Zugang zu Kultur. Für über 40 Grundschulklassen wird morgens an 7 Tagen ein Kinderstück über Demokratie, Mobbing und Gemeinschaft gespielt. So vereint das Event Soziales und Ökonomisches.
Doch auch die Ökologie wird nicht vergessen. Auch in diesem Jahr setzt die 60 Meter lange Klimawand ein Zeichen für Umwelt und Klimaschutz. Außerdem tragen die Veranstalter Maja Wolff und Torsten Müller bereits im zweiten Jahr zu einer erheblichen Vermeidung von Müll bei, indem zwei Industriespülmaschinen den Einsatz von Mehrweggeschirr ermöglichen.
Wie genau werden in diesem Jahr die Festspiele stattfinden und wie wird der aus dem Festival bekannte Wettbewerb um die beste Grüne Soße integriert?
Wie im letzten Jahr werden 23 Tage lang in Frankfurt die Grüne Soße Festspiele unter freiem Himmel gefeiert. Der Eintritt ist frei und die Gäste werfen so viel in den Hut, wie sie können. Jeden Abend heißt es: Bühne frei für Comedy, Rock und Pop, Oper, Poetry Slam und Zauberei. Mit dabei die Rodgau Monotones, Kick La Luna, Sabine Fischmann, Zucchini Sistaz, The Cast, Revolte Tanzbein, Andy Ost, Gastone, Zaitsa, Magic Monday, die Schirn Big Band, Hanne Kah, Timo Wopp, Jan Coenig, Banjoory, Johannes Scherer, die Night Queens und Roy Hammer.
Das vollständige Programm gibt es ab dem 15. Mai auf der Homepage www.gruene-sosse-festspiele.de
Auf dem Markt gibt es auch in diesem Jahr wieder zahlreiche regionale und internationale kulinarische Köstlichkeiten und jeden Tag sorgen wechselnde Bands auf der Markt-Bühne für die musikalische Untermalung. Innerhalb der Festspielzeit werden an 5 Tagen jeweils 7 Soßen verkostet und auch in diesem Jahr wird zusätzlich wieder ein Tag dem Handkäs und ein Tag – Achtung, neu: der Fleischwurst gewidmet. Am Airstream-Foodtruck werden die Soßen vom 24. bis zum 30. Juni zwischen 12 und 20 Uhr in verschiedenen Zeit-Slots zum Tasting ausgegeben, natürlich mit Abstimmkarte. Das alles für 24 Euro incl. Freigetränk. Am 15. Juli gibt es ein „echtes“ Finale im Rahmen einer großen Bühnenshow mit Anton, Timo, Hilde und den Gartenzwergen und weiteren Gästen der Festspiele. Der Vorverkauf für alle Tasting-Tickets startet am 19. Mai.
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