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Letzte Aktualisierung: 08.03.2021

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Goetheplakette würdigt Sandra Mann

von Ilse Romahn

(15.02.2021) Die Künstlerin und Fotografin Sandra Mann wird für ihre herausragenden Leistungen auf kulturellem Gebiet mit der Goetheplakette geehrt. Das hat der Magistrat in seiner Sitzung am Freitag, 12. Februar, beschlossen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann freut sich über die Auszeichnung für die Frankfurterin: „Sandra Mann hat schon früh die Aufmerksamkeit der Kunstszene auf ihre Arbeiten gezogen, etwa als noch zu ihren Studienzeiten das Museum für Moderne Kunst unter Jean-Christophe Ammann erste Werke von ihr für die Sammlung erwarb. Seither hat sie sich einen festen Platz in der internationalen Szene der fotografischen Kunst erarbeitet. Die Stadt Frankfurt ist sehr stolz, eine Künstlerin wie Sandra Mann in ihrer Mitte zu wissen – und sie nun mit der Goetheplakette auszuzeichnen.“

„Mit Sandra Mann zeichnet die Stadt Frankfurt eine der wichtigsten zeitgenössischen Fotografinnen aus, die von hier aus ihren Weg in die internationale Kunstszene gefunden hat“, gratuliert Kulturdezernentin Ina Hartwig der Frankfurter Künstlerin. „In ihrem vielschichtigen Œuvre stehen dokumentarische und inszenierte Fotografien neben Rauminstallationen, skulpturalen Arbeiten oder Videofilmen gleichbedeutend nebeneinander. Schon lange wird sie als eine der besten Fotokünstlerinnen der Gegenwart gefeiert und ist somit eine würdige Preisträgerin der Goetheplakette.“

„Sandra Mann ist eine international renommierte Künstlerin und Fotografin mit dem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Frankfurt am Main. Sie studierte Kunstgeschichte an der Universität Frankfurt am Main und Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Ihr künstlerisches Werk beschäftigt sich immer wieder mit den Beziehungen der Menschen zueinander und zu ihrer Umwelt. Dabei bedient sie sich zahlreicher künstlerischer Ausdrucksformen wie Installationen, Skulpturen, Videos vornehmlich aber der Fotografie“, erläuterte der Oberbürgermeister.

Ihre Werke sind in nationalen und internationalen Sammlungen vertreten, unter anderem im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, MUCA (Mexiko-Stadt), Kunsthalle Wien, DZ Bank Kunstsammlung (Frankfurt am Main), Kunsthalle Mannheim, Vehbi Koc Foundation Istanbul oder in der Art Collection Deutsche Börse Photography Foundation (Frankfurt am Main). Neben ihrem künstlerischen Schaffen kuratiert sie Ausstellungen, ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund, Gründungsmitglied des internationalen Kuratorennetzwerks Qipo und arbeitet als Jurymitglied bei Fotografie- und Kunstwettbewerben sowie als Dozentin für Fotografie und Bildsprache an der ESOD European School of Design in Frankfurt am Main. Sie ist Botschafterin der „Keep the World Foundation“ und engagiert sich für die „Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten Frankfurt am Main“.

1947 wurde die Goetheplakette als Auszeichnung vom Magistrat der Stadt Frankfurt am Main nach ihrer ursprünglichen Einrichtung 1932 neu begründet. Die von Georg Krämer gestaltete Goetheplakette wird seither an „Dichter, Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler und andere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens […], die durch ihr schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig sind“, vergeben.

Bekannte Preisträger sind der Philosoph Theodor W. Adorno und der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, die Architekten Oswald Mathias Ungers und Albert Speer. Genauso erhielten die Auszeichnung der israelische Komponist Eliahu Inbal als auch der Theater- und Kunstkritiker Peter Iden und der in Frankfurt lebende Künstler Thomas Bayrle. (ffm)