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Letzte Aktualisierung: 05.05.2021

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Gewerkschafts-Flagge weht über dem Römerberg

von Ilse Romahn

(03.05.2021) Oberbürgermeister Feldmann und DGB-Vorsitzender Jacks läuteten Tag der Arbeit ein – diesjähriges Motto: ,Solidarität ist Zukunft – die Krise gerecht gestalten!‘

Philipp Jacks, Peter Feldmann, Tanja-Sabrina Henkel und Britta Brandau
Foto: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer
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„Das vergangene Jahr hat gezeigt, wir haben bei den Themen soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Demokratie noch viel zu tun. Die Krise hat große Solidarität hervorgebracht, aber auch Ungleichheiten verschärft“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Ein besonders gravierendes Beispiel sei die Situation in den Kranken- und Pflegeberufen. „Nach einem Jahr Pandemie hat sich kaum etwas geändert, nach wie vor ist die Branche unterbezahlt und unterbesetzt. Das muss endlich geändert werden“, fügt Feldmann hinzu. Auch nutzten manche Unternehmen die Krise als Deckmantel, um Umstrukturierungen, Entlassungen und Werksschließungen zu rechtfertigen. Daher sei es wichtig, zum Tag der Arbeit ein weithin sichtbares Zeichen für Solidarität und gegen soziale Ungerechtigkeit zu setzen – das macht Feldmann traditionell in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Am Vortag des 1. Mai hisste Feldmann nun gemeinsam mit Philipp Jacks, Geschäftsführer der DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main, Tanja-Sabrina Henkel von der DGB-Jugend Frankfurt und Britta Brandau, der Vorsitzenden der DGB-Frauen Frankfurt, die DGB-Flagge auf dem Römerbalkon. „Niemand bewältigt diese Krise allein. Nur wenn wir gemeinsam solidarisch sind, mit einem handlungsfähigen Sozialstaat, der den Menschen soziale Sicherheit garantiert, mit guten Arbeitsbedingungen für alle, finden wir den Weg in eine gute Zukunft. Aktuell bleiben sowohl Lohnabhängige wie Selbständige auf der Strecke, das schadet dem gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Jacks.

Die traditionellen Demonstrationen zum 1. Mai finden in Frankfurt dieses Jahr unter strengen Corona-Auflagen statt. Auftakt ist um 10.30 Uhr an der Hauptwache, die Demonstration zieht dann über den Römer und ist zum Abschluss gegen 12 Uhr auf den Opernplatz. Die Demonstration wird ausschließlich auf breiten Straßen stattfinden. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind verpflichtet, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Abstand zu halten. Feldmann und Jacks werden die Begrüßung der Kundgebung am Opernplatz übernehmen. Neben ihnen sprechen Michael Rudolph, der Bezirksvorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Henkel von der DGB-Jugend sowie Verónica Romanowski von der IG Metall. (ffm)