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Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

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Gesunde Ernährung: Die richtige Kombination macht's

von Adolf Albus

(24.06.2020) Açaí-Beeren, Chia-Samen, Moringa-Pulver – exotische Früchte, Samen und Pflanzen erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Die sogenannten Superfoods sollen schlank, schön und gesund machen. Doch deshalb müssen wir beim Einkaufen kein Fremdwörterbuch dabeihaben:

Heimische Produkte sind mindestens genauso gut. Ernährungswissenschaftler sind sich darüber einig, dass eine ausgewogene Ernährung der Schlüssel zur Gesundheit ist.
 
Die Balance ist entscheidend
Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, muss sich nicht nur von Obst und Gemüse ernähren – im Gegenteil. Die Erfolgsformel lautet: vollwertig und vielfältig. Denn kein Lebensmittel allein enthält alle Nährstoffe, die wir benötigen. „Auf den gelegentlichen Griff zur Chipstüte oder zum Schokoriegel müssen wir nicht verzichten. Kein Lebensmittel ist grundsätzlich tabu, die ausgewogene Kombination ist entscheidend“, erklärt Philipp Köster, Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen Frankfurt am Main.
 
Oftmals unterschätzt: reichliches Trinken. Vorzugsweise sollten wir anderthalb bis zwei Liter Wasser täglich zu uns nehmen. Wasser ist die Basis unserer Ernährung. Den restlichen Bedarf an Flüssigkeit decken wir über die Nahrung ab. Für die Versorgung mit vielen Ballast-, Nähr- sowie sekundären Pflanzenstoffen gehören Obst und Gemüse ganz oben auf unseren Speiseplan. Zu der möglichst bunten und saisonalen Auswahl sollten auch Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen zählen. Die enthaltenen Vitamine, Antioxidantien und Bitterstoffe helfen, unser Immunsystem zu stärken und so das Risiko für schwerwiegende Krankheiten zu senken. Als Faustregel gilt: fünf Portionen am Tag.
 
Auf nichts verzichten müssen
Low Carb, zu Deutsch: wenige Kohlenhydrate, ist eine weit verbreitete Methode, die eine schnelle Gewichtsabnahme verspricht. Aber Kohlenhydrate sind nicht grundsätzlich schlecht, sondern geben uns viel Energie und sättigen schnell. Reis, Kartoffeln, Nudeln, Brot und Co. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Nicht ohne Grund spricht man vom „täglich Brot“. Wenn möglich, sollten wir die nähr- und ballaststoffreichere Vollkornvariante wählen. Tierische Produkte wie Milch, Fleisch und Fisch liefern dem Körper wichtige Proteine und Mineralien, wir sollten sie unter anderem aufgrund ihres hohen Fettgehalts aber in Maßen genießen. Meeresfische enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren und dürfen auch öfter auf den Teller. „Bei Wurst, Fleisch und Milchprodukten ist es ratsam, auf die fettarme Version zu setzen“, sagt Köster.
 
Unser Körper kann nicht alle benötigten Fettsäuren selbst herstellen, weshalb wir sie auch über die Nahrung aufnehmen müssen. Dabei sollten es möglichst gut verwertbare, pflanzliche Fette sein, wie sie zum Beispiel in Nüssen oder Olivenöl enthalten sind. Aber auch hier gilt, weniger ist mehr. Selbst Süßigkeiten, Knabberzeug und Gebäck sind in einer bewussten Ernährung nicht verboten: Fett-, zucker- und salzreiches Essen sollte nur einen kleinen Teil unserer Ernährung ausmachen.