Geschwister von Kindern mit Behinderungen
Frankfurter CDU-Fraktion für Vorrang bei Anmeldungen
Im ersten Fall würden sie unterstützend wirken und so die Hemmschwelle für Kinder mit Behinderung, an den Ferienspielen teilzunehmen, senken. Auf der anderen Seite hätten die so oft für das Kind mit Handicap mitverantwortlichen Geschwisterkinder die Möglichkeit, einmal loslassen und selbst einfach Kind sein zu können.“
Für Fischer ist klar: „In einer inklusiven Gesellschaft werden sowohl die Interessen von Menschen mit Beeinträchtigungen und auch deren Familien vertreten. Ihre Bedürfnisse sollten wir ebenso nicht außer Acht lassen. Die Sommerferien mit ihren vielfältigen, teils städtischen Angeboten sind eine gute Gelegenheit, hier mehr Angebote für Betroffene zu schaffen!“ Besonders Geschwister von Kindern mit Behinderungen übernähmen oft ein Leben lang Verantwortung. „In der Familie stehen die Kinder mit Behinderung meist im Vordergrund, da sie einen erhöhten Bedarf an Unterstützung haben. Den nicht behinderten Geschwisterkindern dagegen werden häufig Betreuungs- oder Zusatzaufgaben übertragen. Es sollte jedoch auch jedem Geschwisterkind die individuelle Unterstützung passend zur Lebenssituation zukommen“, so die Stadtverordnete.
Konkret will die CDU-Fraktion über einen Antrag erreichen, dass bei den einzelnen, teilweise städtischen Spielangeboten Kinder mit Behinderung und deren Geschwister vorrangig zum Zuge kommen. „Geschwister von Kindern mit Behinderung sollten dabei sicher einen Platz erhalten, wenn sie als Begleitung dabei sind oder alleine“, so die Christdemokratin. „Geschwister, bei denen ein Kind mit Handicap lebt, haben oft eine innige Beziehung zueinander und die nicht behinderten Kinder kümmern sich meist rührend und voller Verantwortung mit um das Geschwisterkind. Manchmal ist aber auch eine Pause nötig. Auch dafür sollen die Frankfurter Ferienprogramme einen Raum bieten!“
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