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Letzte Aktualisierung: 01.04.2020

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Genusswandern zum großen Ahornboden

von Adolf Albus

(17.03.2020) Der Naturpark Karwendel ist mit 730 km² der größte Naturpark Österreichs. Eine vielzahl an idyllische Almen und Kraftplätze locken große und kleine Naturentdecker in das Kalkmassiv. Wanderern liegen in der Silberregion Karwendel 400 Kilometer markierte Wanderwege zu Füßen.

Zwischen den schroffen Kalkmassiven des Karwendelgebirges und dem Inntal leben 2.000 Tierarten, darunter Gämsen, Steinböcke und eine der bedeutendsten Steinadler-Populationen in den Alpen. Der Naturpark Karwendel ist mit seinen Urwäldern und Wildflüssen das größte Schutzgebiet Tirols und stolzer Träger der renommierten Auszeichnung „Naturpark des Jahres 2020“. Als schönster Platz Tirols gilt der Große Ahornboden, ein Naturdenkmal mit über 2.000 Bergahornbäumen. Dorthin wird vom Eingang des Stallentales eine geführte Wanderung organisiert, die durch einen imposanten Schluchtwald, weite Almlandschaften und über die Lamsenjochhütte (1.935 m) im alpinen Hochgebirge führt. Aber es geht auch einfacher: Jeden Mittwoch fährt der Eng-Bus von den Gemeinden der Silberregion Karwendel über den Achensee bis zu dem Almdorf Eng auf 1.250 Metern hinauf. In der Eng kann man dann den vor Ort produzierten Käse verkosten. Dabei ist Einiges über die Käseherstellung, die Bewirtschaftung der Alm und den Naturschutz zu erfahren. Ein Wanderguide führt die Besucher außerdem zur etwas höher gelegenen Binsalm. Tipp für Familien: im Spielschatz Eng-Alm „erspielen“ sich Kinder das Almleben von früher. Auf einer Fläche von 2.200 m2 gibt es eine Almhütte mit Stall und Sennerei, einen Heustadl mit Materialseilbahn und ein Butterfass, das von einem Wasserrad angetrieben wird.

Wolfsklamm und Wallfahrt

Rund um Stans sind drei Kraftplätze zu finden: die Wolfsklamm, das Kloster St. Georgenberg und die Stallenalm. Die Wolfsklamm zeigt die geballte Kraft des smaragdgrünen, tosenden Wassers. Der frische Sprühnebel geht fast „unter die Haut“. Ein gesicherter Steig mit 354 Stufen und Holzbrücken führt in etwa 1,5 Stunden hinauf bis zum Kloster St. Georgenberg, dem ältesten Wallfahrtsort Tirols und Ursprungskloster der Fiechter Benediktiner. Eine frühmorgendliche Genusswanderung führt zum Sonnenaufgang auf den Gilfert. Um drei Uhr morgens geht es mit Stirnlampen und Wanderstöcken ausgestattet vom Loassattel auf den kleinen und den großen Gamsstein, sowie den 2.506 Meter hohen Gilfert. Wenn sich die Sonne über die Bergspitzen erhebt und die Täler nach und nach mit ihrem Licht erfüllt, geht auch den Menschen das Herz auf. Viele weitere Wanderungen lassen sich ebenfalls auf eigene Faust unternehmen: Etwa zur schönen Stallenalm, die inmitten steil aufragender Felswände und riesiger Schotterfelder im Karwendelgebirge liegt. Oder am Sunnseitenweg in den Tuxer Alpen, der an urigen Bergbauernhöfen vorbei zu überwältigenden Ausblicken ins Inntal und auf das Karwendelgebirge führt. www.silberregion-karwendel.com

info@silberregion-karwendel.com
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