Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 22.04.2024

Werbung
Werbung

Gemeinsam für die Zukunft

von Ilse Romahn

(21.03.2024) Auftakttreffen der Stadtmarketing-Akteure in Frankfurt am Main

Prof. Matthias Wagner K referierte über die Strahlkraft der World Capital Design 2026
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Ben Kilb
***

Auf Einladung des Frankfurter Stadtmarketings fand ein Treffen zahlreicher Stadtmarketing-Akteure der Region Frankfurt/Rhein-Main in der Agentur des städtischen Wandels statt. Es handelte sich um einen Auftakt zur Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit, der künftig verstetigt werden soll.
 
Ob Mainz, Wiesbaden, Hofheim oder Neu-Isenburg: Die geografische Lage in der Region und die Größe der Stadt hat keinen Einfluss darauf, wie groß und umfassend die Herausforderungen sind, die sich aktuell in den Innenstädten zeigen. Ebenso wie Frankfurt kämpfen die Städte und Gemeinden in der Region Frankfurt/Rhein-Main um einen Erhalt der Aufenthaltsqualität, der Angebotsvielfalt und um Optimierung von Infrastrukturen und Standortbedingungen. Ziel ist es, dass sich Menschen gern in den Städten aufhalten und die Zentren lebens- und liebenswert bleiben. Im Fokus steht dabei längst nicht mehr nur das Einkaufserlebnis vor Ort.
 
Mithilfe individueller Konzepte, basierend auf Potenzialanalysen und Zielformulierungen, machen sich die Städte und Gemeinden auf den Weg oder sind diesen schon ein Stück weit gegangen. Es gilt, die Herausforderungen anzugehen, die durch einen grundlegenden Strukturwandel entstanden sind und der wiederum durch die Pandemie in den Vorjahren beschleunigt wurde. Legt man diese Konzepte übereinander, stellt man schnell fest, dass sie sich im Kern nicht grundlegend unterscheiden. Leitgedanken wie Nachhaltigkeit, Partizipation, Wirtschaftsförderung und Stadtaufwertung sowie Lebensqualität finden sich in nahezu allen Werken, die Grundlage des jeweiligen Stadtmarketings sind.
 
„Mit dem Wissen, dass wir alle vor den gleichen Herausforderungen stehen, dass uns allen Fachkräfte fehlen, wir kaufkräftige Gäste in den Einkaufslagen vermissen und antizyklische Investitionen in die Infrastruktur längst überfällig sind, wollen wir unsere Erfahrungen miteinander teilen. Wir wollen uns über Zielsetzungen im Stadtmarketing austauschen. Und wir wollen Best-Practice-Beispiele nutzen, wo es geht, und signalisieren, dass wir uns nicht als Konkurrenten, sondern Mitstreiter sehen“, sagt Eduard M. Singer, Leiter des Frankfurter Stadtmarketings.
 
In diesem Sinne beinhaltete der mehrstündige Austausch einen Abgleich der Stadtmarketing-Konzepte und ein reges Netzwerken. Zudem gab es Impulse über große Projekte und Veranstaltungen mit Strahlkraft in die gesamte Region wie die UEFA EURO 2024 und World Design Capital 2026. Es ging nicht nur darum herauszufinden, wo ein Wissenstransfer sinnvoll ist, sondern auch, wie und wo man interkommunale Zusammenarbeit im Stadtmarketing tatsächlich umsetzen könnte.
 
„Wir erkennen in der Kooperation mit unseren Nachbarstädten eine Chance, Synergien zu nutzen und gemeinsam an einer attraktiven Zukunft für die gesamte Region zu arbeiten. Gemeinsam können wir die vielfältigen Herausforderungen bewältigen und die Lebensqualität in unseren Städten langfristig sichern. Indem wir Ressourcen bündeln und Erfahrungen teilen, können wir gemeinsam innovative Lösungen entwickeln und die Lebensqualität für alle Bewohnerinnen und Bewohner unserer Stadt und der umliegenden Gemeinden nachhaltig verbessern", sagt Sandra Klima, Citymanagerin aus Mainz.
 
„Gerade bei der Initiative World Capital Design 2026 sehe ich Möglichkeiten der kommunalen Zusammenarbeit und zum Austausch von Ideen, besonders in Bezug auf Planungsphasen verschiedenster Projekte", sagt Harald Hock, Geschäftsführer der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH.
 
Das klare Fazit der Teilnehmenden und die wichtigste Erkenntnis waren, dass trotz aller lokalen Herausforderungen und der Suche nach passgenauen Lösungen für den jeweiligen Standort der Perspektivwechsel nicht schaden kann und den Blick für das große Ganze öffnet. Frankfurt/Rhein-Main wirbt international um Unternehmen, Ansiedlungen und Fachkräfte und trumpft auf mit einer regionalen Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Warum sollte man die Chance zur Zusammenarbeit nicht auch im Stadtmarketing nutzen und sich gemeinsam auf den Weg in eine lebenswerte Zukunft machen? Mit dieser Erkenntnis im Gepäck wird das nächste regionale Treffen der Stadtmarketing-Akteure gewiss nicht lange auf sich warten lassen. (ffm)